89 Jahre Tradition: Warum die Münchner Oktoberfest-Rutschbahn noch immer begeistert
Catrin Kabus89 Jahre Tradition: Warum die Münchner Oktoberfest-Rutschbahn noch immer begeistert
Die Rutschbahn bleibt eine beliebte Tradition auf dem Münchner Oktoberfest – nun bereits im 89. Jahr. Claus Konrad, der die Attraktion seit 2012 leitet, hofft auf ein sicheres und gut besuchtes Fest mit bestem Wetter. Sein Familienbetrieb, nun in der sechsten Generation, betreibt die Rutschbahn exklusiv während des Volksfests.
Die Fahrer rutschen zunächst 32 Meter über ein Gummiband, bevor sie auf einer Matte mit Tempo eine 40 Meter lange Holzrinne hinabschießen. Das Förderband läuft mit etwa 11 km/h, sodass ein Anlauf und eine vorgebeugte Haltung nötig sind – festhalten an den Geländern ist verboten. Konrads Team hilft jedem, der ins Straucheln gerät, und hält Betrunkene davon ab, die Bahn zu nutzen.
Die Rutschbahn hat schon so manche denkwürdige Szene erlebt: Eine Gruppe Schotten sorgte einst für Aufsehen, als sie ohne Unterwäsche unter ihren Kilts rutschte. Weltweit gibt es rund 20 ähnliche Bahnen, etwa den "Alpine Coaster" in New Jerseys Action Park, in Winterberg (Deutschland) oder im Bregenzerwald (Österreich).
Während des Fests lebt Konrad in einem Wohnwagen nahe dem Gelände. Sein Team konzentriert sich voll auf die Sicherheit, damit die Besucher die Fahrt unfallfrei genießen können.
Die Rutschbahn bleibt ein fester Bestandteil des Oktoberfests – eine Mischung aus Tradition und familiärer Fürsorge. Konrads Team wird die Fahrer genau im Blick behalten, damit der Spaß nicht zu kurz kommt und alles sicher bleibt. Für viele ist sie nach wie vor ein absolutes Muss auf dem größten Bierfest der Welt.






