Air Taxi Europe stellt Flugbetrieb ein – Insolvenzverfahren eröffnet
Gerdi BaumAir Taxi Europe stellt Flugbetrieb ein – Insolvenzverfahren eröffnet
Air Taxi Europe meldet Insolvenz nach Eröffnung des Verfahrens durch das Amtsgericht Braunschweig
Das auf spontane Frachtflüge spezialisierte Unternehmen Air Taxi Europe hat Insolvenz angemeldet, nachdem das Amtsgericht Braunschweig ein entsprechendes Verfahren eingeleitet hatte. Der Dienstleister, der vor allem Industriekunden bediente, kämpfte seit Längerem mit massiven finanziellen Problemen. Mittlerweile wurde der Flugbetrieb vollständig eingestellt.
Die Krise des Unternehmens begann mit einem drastischen Rückgang der Buchungen für seine spezialisierten Frachtdienste. Gleichzeitig stiegen die Wartungskosten für die Flotte aus vier Maschinen vom Typ Cessna F406 stark an. Verschärft wurden die Schwierigkeiten durch die anhaltende Krise in der deutschen Automobilbranche – einem zentralen Absatzmarkt für Air Taxi Europe.
Versuche, das Unternehmen umzustrukturieren und neue Investoren zu gewinnen, scheiterten. Damit blieb dem Betrieb kein tragfähiger Weg aus der Krise. Das Gericht bestellte inzwischen den Rechtsanwalt Christoph Suding zum Insolvenzverwalter. Zu seinen Aufgaben gehört die Abwicklung des Verfahrens sowie die Prüfung von Forderungen der Gläubiger, die bis zum 30. Januar eingereicht werden müssen. Neun Mitarbeiter sind direkt von der Insolvenz betroffen. Mit der Einstellung des Betriebs endet ein Service, der einst dringende Frachttransporte in ganz Europa ermöglichte.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird nun geklärt, wie die verbleibenden Vermögenswerte unter den Gläubigern aufgeteilt werden. Für die betroffenen Beschäftigten bleibt die Zukunft ungewiss, während Kunden nach alternativen Anbietern für spontane Luftfrachtlösungen suchen müssen. Die Frist für die Einreichung von Forderungen läuft Ende Januar ab.