Alabali-Radovan fordert Ende der Abschiebungsdebatte über Syrer: "Ihr Engagement wird ignoriert"
Catrin KabusAlabali-Radovan fordert Ende der Abschiebungsdebatte über Syrer: "Ihr Engagement wird ignoriert"
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern
Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrienflüchtlingen scharf kritisiert. Ihre deutliche Haltung äußerte sie im Rahmen einer Veranstaltung zum Jubiläum der Initiative „Neuer Aufbruch für Syrien“. Die Ministerin betonte, dass solche Debatten die Leistungen übersehen, die Syrer bereits für den Wiederaufbau ihres Heimatlandes erbracht haben.
Bei der Veranstaltung berichteten viele Teilnehmer von ihrer Arbeit in den Bereichen Wiederaufbau und Integration in Deutschland. Alabali-Radovan wies Vorwürfe zurück, Syrer müssten „endlich“ beginnen, beim Wiederaufbau Syriens mitzuhelfen. Vielmehr seien sie seit Jahren aktiv engagiert, so die Ministerin.
Gleichzeitig warnte sie davor, dass Gespräche über Zwangsrückführungen unnötige Ängste schüren. Stattdessen wolle sie die Verbindungen zu syrischen Communities in der deutschen Diaspora stärken. deren Fähigkeiten und Erfahrungen könnten künftig eine größere Rolle in Entwicklungsprojekten spielen.
Alabali-Radovan unterstrich, dass Syrer in Deutschland bereits jetzt einen wichtigen Beitrag leisten. Statt Druck auf eine Rückkehr auszuüben, brauche es mehr Anerkennung für ihr Engagement.
Die Äußerungen der Ministerin deuten auf einen Kurswechsel hin: Weg von der Abschiebungsdebatte, hin zu praktischer Zusammenarbeit. Durch die engere Einbindung syrischen Sachverstands will Deutschland den Wiederaufbau unterstützen – ohne zusätzliche Verunsicherung zu schaffen. Gleichzeitig soll das bereits Geleistete stärker gewürdigt werden.






