14 December 2025, 10:12

Altenpfleger kämpft nach Betrugsverurteilung um seine berufliche Zukunft

Ein Krankenhauszimmer mit mehreren Betten, auf denen Patienten liegen, Infusionsflaschen auf Ständern zwischen den Betten und eine Frau mit einer Tasche in der Nähe eines Patienten.

Altenpfleger kämpft nach Betrugsverurteilung um seine berufliche Zukunft

**Wie unzuverlässig darf ein Altenpfleger sein?

**Ein Altenpfleger kämpft in Hannover um seine berufliche Zukunft – trotz Verurteilung wegen Betrugs.

  1. Dezember 2025, 10:00 Uhr

Der 62-jährige Altenpfleger Dieter G. kämpft um den Erhalt seiner Berufserlaubnis, nachdem er wegen Betrugs verurteilt wurde. Das Landesamt für Soziales, Jugend und Familie in Niedersachsen entzog ihm die Zulassung, nachdem er Pflegeleistungen unrechtmäßig abgerechnet hatte. Nun könnte eine Berufung sowie ein vorgeschlagener Vergleich über seine weitere Tätigkeit in der Branche entscheiden.

G. war 2022 wegen der Abrechnung von nie erbrachten Leistungen im Wert von 24.000 Euro verurteilt worden. Das Landesamt wertete dies als Betrug in neun separaten Fällen. Trotz der Verurteilung räumte G. seinen Fehler ein, erstattete den vollen Betrag zurück und investierte in neue Buchhaltungssoftware, um künftige Fehler zu vermeiden.

Der Vergleich würde es G. ermöglichen, unter strengen Auflagen weiterzuarbeiten. Seine Existenz hängt davon ab, die Berufserlaubnis zu behalten – doch diese bleibt gefährdet, sollte er die Vorgaben nicht erfüllen. Das Verfahren könnte zudem eine Debatte über schärfere finanzielle Kontrollen in der Altenpflege anstoßen.