25 March 2026, 20:32

Apotheken kämpfen mit steigenden Lohnkosten und drohenden Tarifkonflikten

Eine Liniendiagramm, das die Löhne in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Apotheken kämpfen mit steigenden Lohnkosten und drohenden Tarifkonflikten

Apotheken in Deutschland stehen unter zunehmendem finanziellen Druck, da die Lohnkosten weiter steigen. Die jüngste Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro im Jahr 2026 hat die jährlichen Ausgaben pro Betrieb um etwa 700 Euro erhöht. Angesichts weiterer geplanter Anpassungen deutet nichts darauf hin, dass sich die Lage der Branche bald entspannt.

Die Gewerkschaft Adexa bereitet sich auf neue Tarifverhandlungen vor, nachdem wichtige Vereinbarungen auslaufen. In Sachsen gilt die aktuelle Regelung noch bis zum 31. Dezember 2026, während in Nordrhein-Westfalen der TGL-Tarifvertrag bereits ein halbes Jahr früher, am 30. Juni 2026, endet. Sobald diese Verträge auslaufen, werden die Verhandlungen wiederaufgenommen.

Die steigenden gesetzlichen Mindestlöhne haben die Kosten bereits in die Höhe getrieben. Die Erhöhung auf 13,90 Euro im Jahr 2026 folgte auf vorherige Anpassungen, und für 2027 ist ein weiterer Anstieg auf 14,60 Euro geplant – ein Plus von 17,6 Prozent seit 2024. Diese Entwicklungen belasten die ohnehin knappen Budgets der Apotheken mit durchschnittlich 9.500 Euro zusätzlichen Kosten pro Jahr.

Der Trend beschränkt sich nicht auf Apotheken. Auch andere Bereiche, wie etwa Pharmazeutisch-technische Assistenten, verzeichnen Lohnsteigerungen: Im Juli 2024 gab es eine Erhöhung um 150 Euro, später noch einmal 100 Euro, und ab Januar 2026 ist eine Anpassung um 3,0 Prozent vorgesehen. Mit einem nominalen Lohnwachstum von 5,4 Prozent im Jahr 2024 und 4,2 Prozent im Jahr 2025 haben sich die Reallöhne erhöht, was sich auf die gesamten Tarifverhandlungen auswirkt.

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Da die Lohnvereinbarungen bald auslaufen, müssen sich Apotheken auf weitere Kostensteigerungen einstellen. Die Kombination aus höheren Mindestlöhnen und Tarifforderungen wird den finanziellen Druck aufrechterhalten. Die Zukunft der Branche bleibt ungewiss, während die Verhandlungen näher rücken.

Quelle