Apotheker streiken bundesweit für faire Gebühren und bessere Arbeitsbedingungen
Alex TintzmannApotheker streiken bundesweit für faire Gebühren und bessere Arbeitsbedingungen
Apotheker in ganz Deutschland streiken am 23. März 2026
Am 23. März 2026 werden Apotheker in ganz Deutschland ihre Türen schließen und auf die Straße gehen. Bei landesweiten Protesten fordern sie dringende wirtschaftliche Reformen für die krisegeplagte Branche. Kundgebungen sind in vier Großstädten geplant. Die Organisatoren kämpfen für höhere Gebühren und bessere Arbeitsbedingungen – nach Jahren uneingelöster Versprechungen.
Der zentrale Demonstrationszug findet in Düsseldorf statt, wo sich die Teilnehmer ab 11:00 Uhr am Burgplatz versammeln. Die Hauptkundgebung ist zwischen 12:00 und 13:00 Uhr angesetzt. Redner wie AVNR-Vorsitzender Thomas Preis werden zur Einheit aufrufen und die Notwendigkeit von Solidarität unter den Apothekern betonen.
Um eine hohe Beteiligung zu gewährleisten, hat der Apothekerverband Nordrhein (AVNR) für seine Mitglieder kostenlose Busse organisiert. Die Shuttleverbindungen starten von wichtigen Standorten wie Aachen, Bonn, Duisburg, Essen, Köln und Wuppertal. Das Ziel: Möglichst viele Kollegen zur Düsseldorfer Veranstaltung zu bringen.
Im Mittelpunkt der Proteste steht die Durchsetzung einer längst überfälligen Gebührenerhöhung – konkret die Anhebung der festen Vergütung ("Fixum") auf 9,50 Euro. Zudem fordern die Apotheker eine grundlegende Überarbeitung der Apothekenreform, um die lokale pharmazeutische Versorgung zu sichern. Die bisherigen Zusagen von Ministerin Nina Warken zu Gebührenanpassungen blieben unerfüllt und schüren die Verärgerung in der Branche.
Die Demonstrationen am 23. März sind ein koordinierter Druckversuch auf die Politik. Mit kostenlosem Transport und zentralen Kundgebungen hoffen die Organisatoren auf eine hohe Teilnahme. Das Ergebnis könnte die zukünftige Finanzierung und die Arbeitsbedingungen von Apothekern bundesweit prägen.