25 March 2026, 12:34

ARD und ZDF vernachlässigen Wirtschaftsthemen – Studie enthüllt alarmierenden Trend

Schwarze-weiße Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939, betitelt "Weitpreubliche Zeitung", mit einer Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Tracht in einer feierlichen Umgebung.

ARD und ZDF vernachlässigen Wirtschaftsthemen – Studie enthüllt alarmierenden Trend

Öffentlich-rechtliche Sender ARD und ZDF stehen in der Kritik, weil sie in ihren Talkshows wirtschaftliche Stimmen vernachlässigen. Eine neue Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zeigt einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsberichterstattung: Nur noch 20 Prozent der Sendungen im Jahr 2025 beschäftigten sich mit Wirtschaftspolitik – ein Rückgang gegenüber 33 Prozent im Jahr 2023. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass unternehmerische Perspektiven selbst bei wirtschaftsrelevanten Themen oft fehlen.

Die INSM untersuchte fünf große Talkformate: Markus Lanz, Caren Miosga, Maybrit Illner, hart aber fair und Maischberger. Die Ergebnisse zeigen: In 32 Prozent der Sendungen mit wirtschaftlichem Bezug war kein Vertreter aus der Wirtschaft zu Gast. Stattdessen dominierten Politiker (41 Prozent), Journalisten (27 Prozent) und Ökonomen (14 Prozent) die Gästelisten, während Unternehmer nur fünf Prozent und Vertreter von Wirtschaftsverbänden lediglich zwei Prozent ausmachten.

Besonders schwach schnitt Maischberger ab – in 80 Prozent der wirtschaftsbezogenen Folgen waren keine Gäste aus der Wirtschaft vertreten. Demgegenüber widmete hart aber fair 39 Prozent seiner Sendungen wirtschaftlichen Themen und band regelmäßig Vertreter der Wirtschaft ein.

INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben kritisierte die Sender scharf, wirtschaftliche Perspektiven in einer Phase des Abschwungs zu vernachlässigen. Er warf ihnen vor, ihrem öffentlichen Auftrag nicht gerecht zu werden, indem sie eine ausgewogene Berichterstattung vernachlässigten. Alsleben forderte eine stärkere Einbindung von Wirtschaftsvertretern, da deren Expertise für die Bewältigung wirtschaftlicher Herausforderungen unverzichtbar sei.

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Die Studie unterstreicht einen klaren Trend: Wirtschaftspolitik rückt in den öffentlich-rechtlichen Programmen zunehmend in den Hintergrund. Angesichts sinkender wirtschaftsbezogener Diskussionen und geringer Repräsentation von Unternehmen warnt die INSM vor einer Vernachlässigung zentraler Standpunkte. Die Sender haben sich zu der Kritik bisher nicht geäußert.

Quelle