07 January 2026, 20:56

Asylverteilung in Deutschland: Kleine Städte mit überraschend hohen Anteilen an Schutzsuchenden

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Ampeln, Fenstern, wenigen Passanten, Autos und Himmel.

Asylverteilung in Deutschland: Kleine Städte mit überraschend hohen Anteilen an Schutzsuchenden

Neue Zahlen zeigen die Verteilung von Asylsuchenden auf deutsche Regionen und Städte. Während einige Gebiete deutlich mehr Menschen aufnehmen als andere, stechen einige kleinere Städte durch besonders hohe Anteile im Verhältnis zur örtlichen Bevölkerung hervor. Die Daten verdeutlichen zudem Verschiebungen bei den Nationalitäten der Schutzsuchenden.

Die Region Hannover verzeichnete mit 67.370 Personen die höchste Gesamtzahl an Asylbewerbern. Unter den Städten wiesen Salzgitter, Delmenhorst und Wilhelmshaven die größten Anteile an Asylsuchenden im Vergleich zur Gesamtbevölkerung auf – 7,7 Prozent, 6,1 Prozent bzw. 6,0 Prozent. Bonn wurde mit 3.017 Asylbewerbern (Stand Dezember 2016) genannt, allerdings fehlten hier vergleichbare prozentuale Angaben.

Ukrainische Staatsbürger bildeten mit 103.465 Personen die größte Gruppe der Schutzsuchenden, gefolgt von Syrern mit 79.195 Menschen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Asylanträge von Kolumbianern stark um 37,5 Prozent auf 7.060 an.

Mehr als zwei Drittel der Schutzsuchenden (71,1 Prozent) gehörten der erwerbsfähigen Altersgruppe zwischen 15 und 65 Jahren an. Insgesamt machen Menschen aus Schutzgruppen mittlerweile 4,3 Prozent der Gesamtbevölkerung der Region aus.

Die Daten unterstreichen die deutlichen Unterschiede bei der Verteilung von Asylbewerbern in Deutschland. Einige Städte nehmen trotz geringer Bevölkerungszahl einen überproportional hohen Anteil der Ankünfte auf. Ukrainer und Syrer bleiben die dominierenden Gruppen, während der Anstieg kolumbianischer Antragsteller einen bemerkenswerten Trend markiert.