Ausstellung in Wolfenbüttel hinterfragt Klischees über **Frauen** aus Ost und West
Catrin KabusAusstellung in Wolfenbüttel hinterfragt Klischees über **Frauen** aus Ost und West
Neue Ausstellung im Bürger Museum Wolfenbüttel hinterfragt Klischees über Frauen aus Ost und West
Eine neue Ausstellung im Bürger Museum Wolfenbüttel stellt langlebige Vorurteile über Frauen aus Ost- und Westdeutschland infrage. Unter dem Titel „Frauen im geteilten Deutschland“ eröffnet sie am 15. Januar 2026 und ist bis zum 4. Oktober zu sehen. Die Schau will die Realitäten hinter den hartnäckigen Klischees aufdecken, die seit der Wiedervereinigung fortbestehen.
Die Ausstellung untersucht, wie Geschlechterrollen im geteilten Deutschland geprägt – und oft verzerrt dargestellt – wurden. Jahrzehntelang festigten Schulbücher in deutschsprachigen Regionen Stereotype, indem sie Frauen unterrepräsentierten oder auf enge, traditionelle Rollenbilder reduzierten. Patriarchale Strukturen in Bildung und Gesellschaft, die sich seit den 1970er-Jahren verfestigten, vertieften diese Spaltung, indem sie starre Gegensätze zwischen Mann und Frau förderten.
Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung hält die Kuratorin Clara Marz am 14. Januar 2026 einen Vortrag. Darin erläutert sie die Entstehung der Ausstellung und ihr Anliegen, veraltete Annahmen zu widerlegen. Die Veranstaltung leitet eine achtmonatige Auseinandersetzung mit den Lebensrealitäten von Frauen auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze ein.
Die Ausstellung bleibt bis zum 4. Oktober 2026 geöffnet. Besucher:innen erwarten vertiefende Einblicke, wie sich Stereotype bildeten und über die Zeit hielten. Das Bürger Museum Wolfenbüttel präsentiert das Projekt als Chance, Geschichte aus der Perspektive der Frauen neu zu bewerten.