Axel Prahl plaudert aus der „Tatort“-Nähkiste und über sein neues Buch
Gerdi BaumEr Verrät die Bohnen aus der 'Tatort'-Nähkästchen - Axel Prahl plaudert aus der „Tatort“-Nähkiste und über sein neues Buch
Er plaudert aus der „Tatort“-Nähkiste
Axel Prahl, bekannt als Kommissar Frank Thiel aus „Tatort“, stellt sein neues Buch „Was man liebt, braucht Zeit“ vor – und verrät dabei so manches Privates.
Der 65-jährige Schauspieler Axel Prahl, den Millionen als Kommissar Frank Thiel aus dem Münsteraner „Tatort“ kennen, hat ein neues Buch veröffentlicht: „Was man liebt, braucht Zeit“. Bei der 66. Münchner Bücherschau präsentierte er das Werk persönlich und gab dabei Einblicke in sein Leben – sowohl vor als auch hinter der Kamera.
Das Buch, eine Mischung aus Essays und Gesprächen mit Wegbegleitern, entstand in Zusammenarbeit mit dem Autor Ray Dalton. Vor Publikum sprach Prahl offen über seine jahrzehntelange Rolle im „Tatort“ und deren unerwarteten Kultstatus. „Wenn ich wüsste, warum die Serie so erfolgreich ist, würde ich das Patentieren und verkaufen“, scherzte er. Trotz des Ruhms bleibe er bodennah – Humor helfe ihm, die Stimmung am Set locker zu halten.
Auch private Anekdoten kamen zur Sprache, etwa die fiktive Vorliebe seines Serienvaters für Cannabis. Ernster wurde es, als Prahl den anstehenden Abschied von Mechthild Großmann aus der Reihe thematisierte. Neben dem Fernsehen sieht er große Chancen im Live-Theater – auch in Zeiten, in denen künstliche Intelligenz die Unterhaltungsbranche verändert.
Sein Buch verbindet persönliche Erinnerungen mit Gesprächen, die sein Leben geprägt haben. „Es ist eine Reflexion über Geduld, Kreativität und die Beziehungen, die einen Künstler formen“, erklärte Prahl. „Was man liebt, braucht Zeit“ zeigt den Schauspieler von einer neuen Seite: als nachdenklichen Erzähler, der von „Tatort“ bis zur Bühne blickt. Seine Gedanken zu KI und Live-Performance deuten an, wohin sein künstlerischer Weg als Nächstes führen könnte.