Berlins Sportvereine triumphieren – nur der Fußball bleibt weit zurück
Berlins Sportvereine dominieren die nationalen Wettbewerbe – nur nicht im Fußball
Die Hauptstadt hält derzeit Titel im Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey. Doch im Fußball kämpfen die Berliner Klubs weiterhin um Erfolg: Seit fast einem Jahrhundert gab es keinen Bundesliga-Triumph.
Der jüngste Sieg gelang den BR Volleys, die zum zehnten Mal in Folge die deutsche Volleyball-Meisterschaft der Männer holten. Ihr Erfolg in Lüneburg verfolgten rund 50 mitgereiste Fans. Damit verlängert Berlin seine ungebrochene Siegesserie in dieser Sportart seit 2015.
Im Handball sicherten sich die Füchse Berlin vor drei Wochen den DHB-Pokal. Zudem erreichten sie das Halbfinale der Champions League und festigten ihren Ruf als eine der besten Mannschaften des Landes. Das Eishockey-Team der Hauptstadt krönte sich unterdessen zum fünften Mal in sechs Jahren zum deutschen Meister.
Auch Alba Berlin bereitet sich mit seiner Basketball-Mannschaft auf die Bundesliga-Playoffs vor. Die starke Saison hält die Siegesträhne der Hauptstadt in verschiedenen Sportarten aufrecht. Doch der Fußball bleibt die große Ausnahme.
Union Berlin, zwar nach dem Remis Wolfsburgs in Freiburg vor dem Abstieg sicher, hat noch nie einen bedeutenden Titel gewonnen. Hertha BSC feierte seinen letzten Meistertitel 1931 – fast 95 Jahre liegen dazwischen. Im Gegensatz zu den anderen Berliner Vereinen mangelt es den Fußballklubs an Kontinuität in Führung und Ergebnissen.
Die Bundesliga ist die einzige europäische Top-Liga, in der die Hauptstadt keine nennenswerte Fußball-Präsenz hat. Während Berlins Teams in Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey glänzen, bleibt der Fußball eine langjährige Herausforderung. Die Kluft zwischen den Erfolgen in anderen Sportarten und den Fußball-Schwächen der Stadt scheint sich so schnell nicht zu schließen.






