21 March 2026, 14:31

Böhmermanns provokante Kunstwelt zwischen Satire und Justizdramen in Berlin

Ein buntes Plakat an einer Gebäudewand mit der Aufschrift 'Les Humoristes Journal Hebdomadaire Illustré', das eine Gruppe von lachenden Menschen zeigt.

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Die Schau verbindet provokante Kunst mit persönlichen Erinnerungsstücken und entführt die Besucher in eine Welt aus Satire, juristischen Auseinandersetzungen und überraschenden Installationen. Zu sehen ist sie noch bis zum 19. Oktober 2023.

Gleich beim Betreten müssen die Gäste ihre Handys abgeben – eine Regel, die den Ton für ein immersives Erlebnis setzt. Drinnen richtet sich ein Teleskop auf einen Spiegel, der den Blick ins Büro des benachbarten Bundeskanzlers freigibt. Daneben zerfetzt eine Maschine alle 28 Minuten ein Stofftier, es sei denn, jemand zahlt, um es zu retten, und macht ein Foto davon.

Ein Nachbau eines Einbürgerungstests und Aktfotos von Friedrich Merz stehen neben persönlichen Exponaten. Auch Souvenirs aus Böhmermanns TV-Karriere sind ausgestellt, etwa eine Goldene Schallplatte des Rappers Bushido oder Jan Marsaleks Boxsack. Eine überlebensgroße Butterbüste des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl verleiht der Ausstellung eine surreale Note.

Das Herzstück der Schau bildet ein turmhoher Stapel von Dokumenten – 86.000 DIN-A4-Seiten – aus Böhmermanns Rechtsstreitigkeiten. Für heitere Momente sorgt ein "TV-Garten" mit Indie-Auftritten von Künstlern wie Domiziana, Mine und Ebow.

Die Ausstellung vereint politischen Kommentar, Justizgeschichte und Popkultur unter einem Dach. Die Besucher verlassen sie mit einer Mischung aus Amüsement und Nachdenklichkeit, nachdem sie alles erlebt haben – von zerfetzten Stofftieren bis zu geheimen Gerichtsakten. Geöffnet ist die Schau täglich bis Mitte Oktober.

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