06 May 2026, 16:28

Braunschweig plant autofreies Kreativquartier am Großen Hof für 60 Millionen Euro

Detailierte Stadtkarte mit einem zentralen grünen Bereich, der für die geplante Entwicklung markiert ist, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten.

Braunschweig plant autofreies Kreativquartier am Großen Hof für 60 Millionen Euro

Großer Hof in Braunschweig soll zum städtischen Sanierungsgebiet werden

Das Gebiet Großer Hof in Braunschweig steht vor einer umfassenden städtebaulichen Erneuerung. Stadtvertreter betonen den dringenden Handlungsbedarf und verweisen auf die Schließung zweier Schulen sowie ein Überangebot an Parkplätzen. Derzeit prägt vor allem der ruhend Verkehr das Bild – von lebendigem urbanem Leben ist wenig zu spüren.

Die Stadtverwaltung beabsichtigt, sich um Fördermittel aus dem Bundes- und Landesprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ zu bewerben. Braunschweig will selbst 7,9 Millionen Euro beisteuern, die verbleibenden 52,1 Millionen Euro sollen aus Mitteln der Städtebauförderung fließen. Falls der Stadtrat dem Vorhaben zustimmt, könnte das Projekt das Viertel grundlegend verändern.

Im Mittelpunkt der Umgestaltung steht die Schaffung eines autoreduzierten Kreativquartiers. Geplant sind neue Wohngebäude, ein Quartiersgarage sowie Flächen für die Städtische Galerie, Ateliers für Künstler und kreative Unternehmen. Zudem sollen soziale Infrastruktur wie eine Kita und ein Familien- und Gemeinschaftszentrum entstehen. Auch die Aufwertung von Grünflächen zur Steigerung der Nachhaltigkeit ist vorgesehen.

Die Lage am Rande der Innenstadt erhöht den Druck für zügige Maßnahmen. Die Planer sehen die aktuellen städtebaulichen Defizite als Chance, den Stadtteil neu zu gestalten. Teile des Entwurfs orientieren sich am siegreichen Wettbewerbbeitrag eines Hamburger Architekturbüros aus dem Jahr 2024.

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Das 60-Millionen-Euro-Projekt zielt darauf ab, den Großen Hof mit Wohnraum, Kulturflächen und attraktiven öffentlichen Bereichen wiederzubeleben. Eine Zustimmung des Stadtrats wäre ein entscheidender Schritt für die Erneuerung des Viertels. Im Fokus bleibt die Verringerung der Autonutzung bei gleichzeitiger Förderung eines kreativen und sozialen Zentrums.

Quelle