17 January 2026, 14:41

Bremer Ausbildungsfonds als Vorbild: Soll Niedersachsen 2025 nachziehen?

Ein altes Stadtplan von New Bremen, Wisconsin, mit farbigen Bezirken und Text, der die Geschäftsbekanntmachungen, Bevölkerung, Straßen und Sehenswürdigkeiten der Stadt beschreibt.

DGB möchte auch in Niedersachsen das Bremer Ausbildungsfonds einführen - Bremer Ausbildungsfonds als Vorbild: Soll Niedersachsen 2025 nachziehen?

Ein Ausbildungsfonds in Bremen hilft Unternehmen, die Kosten für Ausbildungsplätze zu tragen – und nun fordern Gewerkschaften, dass Niedersachsen diesem Beispiel folgt. Das Programm erstattet Betrieben bis zu 2.250 Euro pro Auszubildendem und Jahr und finanziert zudem die Weiterbildung von Ausbildern sowie Sprachkurse. Während Gewerkschaften das Modell loben, kritisieren einige Unternehmen, es bringe zusätzliche Kosten und Bürokratie mit sich.

Der Bremer Ausbildungsfonds funktioniert nach dem Prinzip, dass alle größeren Unternehmen Beiträge zahlen, während diejenigen, die Ausbildungsplätze anbieten, eine Rückerstattung erhalten. Ziel ist es, den angespannten Ausbildungsmarkt in der Stadt zu entlasten. Zudem werden über den Fonds Weiterbildungen für Ausbilder und Sprachkurse für Auszubildende gefördert.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich nun dafür ein, ein ähnliches Modell in Niedersachsen einzuführen. Ernesto Harder, DGB-Landesvorsitzender für Niedersachsen, treibt die Initiative voran. Ein konkreter Zeitplan für die Umsetzung steht jedoch noch nicht fest. Die Gewerkschaften unterstützen das Bremer Modell nachdrücklich, da sie darin eine Chance sehen, die Ausbildungsmöglichkeiten zu verbessern. Unternehmen hingegen kritisieren den Plan und warnen vor zusätzlicher finanzieller und administrativer Belastung.

Sollte Niedersachsen den Fonds einführen, würde er dem Bremer Vorbild folgen: Unternehmen erhielten eine Kostenerstattung für Ausbildungsplätze und es würden weitere Bildungsangebote gefördert. Die Diskussion zwischen Gewerkschaften, die darin eine Lösung für den Fachkräftemangel sehen, und Unternehmen, die vor Mehrbelastungen warnen, dauert derweil an. Bisher gibt es jedoch keinen bestätigten Zeitrahmen für die Einführung.