Bundesrat stärkt Apotheken: Höhere Vergütungen und strengere Filialregeln gefordert
Herbert RennerBundesrat stärkt Apotheken: Höhere Vergütungen und strengere Filialregeln gefordert
Der Bundesrat hat im Streit um das Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) eine klare Position bezogen. Die Länderkammer unterstützte zentrale Forderungen, darunter höhere Vergütungen für Apotheken und strengere Regeln für Filialgründungen. Bayern setzte sich dabei besonders für die Ablehnung von Plänen ein, nach denen Pharmazeutisch-technische Assistenten Apotheker ersetzen sollen.
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) fordert seit Langem finanzielle Unterstützung für die Apotheken. Sie drängte die Bundesregierung, die Festzuschläge für verschreibungspflichtige Medikamente von 8,35 Euro auf 9,50 Euro pro Packung anzuheben. Gerlach betonte zudem, wie dringend Maßnahmen nötig seien, um den Sektor zu stärken.
Der Bundesrat unterstrich seine Haltung, indem er Vorhaben zurückwies, die es Pharmazeutisch-technischen Assistenten ermöglichen sollten, Apotheker zu vertreten. Zudem sprach er sich für die Abschaffung gelockerter Vorschriften bei der Eröffnung von Apothekenfilialen aus. Mehrere Landesregierungen, darunter die bayerische, schlossen sich diesen Forderungen an.
Gerlach ging es jedoch nicht nur um die Anpassung der Gebühren. Sie verwies auf die grundsätzliche Notwendigkeit, die wirtschaftliche Stabilität der Apotheken zu sichern und eine angemessene Vergütung ihrer Leistungen zu gewährleisten.
Die Entscheidung des Bundesrats stellt die Bundesregierung vor klare Erwartungen. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, stiegen die Einnahmen der Apotheken, und die Personalkriterien blieben streng. Nun kommt es darauf an, wie der Bundestag auf diese Forderungen reagiert.






