28 April 2026, 21:14

Bundesregierung plant Zuckersteuer ab 2025 – trotz früherer CDU-Ablehnung

Eine Europakarte mit Farben, die die höchsten Grenzsteuersätze pro Land anzeigen, mit der Überschrift "Höchste Grenzsteuersätze in Europa".

Bundesregierung plant Zuckersteuer ab 2025 – trotz früherer CDU-Ablehnung

Die deutsche Bundesregierung hat Pläne für die Einführung einer Zuckerabgabe ab 2025 bekannt gegeben – als Teil umfassender Maßnahmen zur Verringerung des Haushaltsdefizits. Der Schritt erfolgt trotz früherer Ablehnung durch die CDU auf ihrem Parteitag im Februar. Nun soll die Finanzlücke weiter verkleinert werden, die bereits auf unter 30 Milliarden Euro für 2027 halbiert wurde.

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Ein Ausschuss hatte die Zuckersteuer als eine von 66 Maßnahmen vorgeschlagen, um die Belastung der gesetzlichen Krankenkassen zu verringern. Die Abgabe soll gestaffelt erhoben werden und vor allem zuckerhaltige Getränke wie Cola und Limonaden treffen. Großbritannien führte eine ähnliche Steuer bereits 2018 ein, die allein im vergangenen Jahr 377 Millionen Euro einbrachte.

Die regierende Koalition aus SPD und CDU plant zudem weitere Steuererhöhungen. Dazu gehören eine Plastiksteuer, höhere Abgaben auf Tabak und Alkohol sowie Kürzungen bei staatlichen Subventionen. Finanzminister Lars Klingbeil erwartet, dass diese Schritte rund 20 Milliarden Euro einsparen werden.

Zwar konnte die Finanzlücke für 2027 geschlossen werden, für 2028 bleibt jedoch noch eine Deckungslücke. Die Regierung prüft weiterhin zusätzliche Möglichkeiten, um den Haushalt auszugleichen.

Die Zuckerabgabe und die anderen Steuererhöhungen sollen ab kommendem Jahr in Kraft treten. Mit den Änderungen will die Regierung das Defizit verringern und gleichzeitig öffentliche Dienstleistungen finanzieren. Die Koalition wird nun die letzten Details vor der Umsetzung festlegen.

Quelle