04 February 2026, 04:21

Celle erhöht Straßenreinigungsgebühren wegen explodierender Betriebskosten

Eine belebte Stadtstraße mit starkem Verkehr, hohen Gebäuden, Straßenlaternen, Strommasten und Werbetafeln.

Celle erhöht Straßenreinigungsgebühren wegen explodierender Betriebskosten

Die Einwohner von Celle müssen nach einem Beschluss des Stadtrats vom 3. Dezember mit höheren Straßenreinigungsgebühren rechnen. Die Erhöhung erfolgt vor dem Hintergrund steigender Arbeits- und Materialkosten, mit denen die Kommune in den kommenden Jahren zu kämpfen hat. Die Stadt betont, dass die Gebühren nicht gewinnerzielend sind, sondern ausschließlich der Kostendeckung dienen.

Die Stadt unterhält rund 270.000 laufende Meter Straßen, wobei die Reinigungsintervalle je nach Verkehrsaufkommen und Verschmutzungsgrad variieren. Die Straßen sind in drei Kategorien eingeteilt: Straßen der Klasse I werden täglich gereinigt, Klasse II wöchentlich und Klasse III alle 14 Tage. Nicht offiziell gelistete Straßen erhalten mindestens eine monatliche Reinigung.

Die Personalkosten sollen zwischen 2019 und 2028 voraussichtlich um 30 Prozent steigen, während die Materialkosten um bis zu 46 Prozent anwachsen könnten. Seit 2018 übernehmen die Kommunen gemäß dem Niedersächsischen Straßengesetz 25 Prozent der Reinigungskosten. Den Rest finanzieren die Anwohner über Gebühren, die die Stadt nach dem Kommunalabgabengesetz anpasst.

Nähere Informationen zu Reinigungsklassen, Gebühren und Zuständigkeiten sind auf der offiziellen Website der Stadt Celle abrufbar. Konkrete Daten dazu, welche Straßen oder Stadtteile ab Anfang 2026 betroffen sein werden, liegen jedoch noch nicht öffentlich vor.

Die Gebührenerhöhung spiegelt die wachsenden Betriebskosten wider und dient nicht der Einnahmeerzielung für die Stadt. Die Reinigungsleistungen bleiben weiterhin an Verkehrsaufkommen und Verschmutzungsgrad angepasst. Mit dem Beschluss des Rates wird sichergestellt, dass die Instandhaltung auch künftig ohne Rückgriff auf allgemeine Steuermittel finanziert werden kann.