31 December 2025, 23:16

Chaos-Wochenende in Celle: Alkohol, Gewalt und Verkehrsunfälle überfordern die Polizei

Zug mit Graffiti-Beschmierung und sichtbaren Kabeln, Häuser mit Fenstern im Hintergrund.

Chaos-Wochenende in Celle: Alkohol, Gewalt und Verkehrsunfälle überfordern die Polizei

Wochenende in Celle und Umgebung: Alkohol, Gewalt und Verkehrschaos halten Polizei in Atem

Eine Reihe von Vorfällen in Celle und der umliegenden Region sorgte am Wochenende für erhebliche Störungen und wiederholte Polizeieinsätze. Von Verkehrsunfällen bis zu öffentlichen Auseinandersetzungen hatten die Behörden mit zahlreichen Fällen zu tun, in denen Alkohol, Gewalt und Verkehrsbehinderungen eine Rolle spielten.

Eines der schwerwiegendsten Ereignisse war die Zwangsunterbrechung einer Zugfahrt in der Nähe des Bahnhofs Celle, bei der 141 Fahrgäste wegen beschädigter Oberleitungen stranden blieben.

Am Samstagabend wurde eine 34-jährige Frau von der Polizei Celle nach einem Verkehrsunfall in Adelheidsdorf ermittelt. Sie war mit einem Blutalkoholwert von 1,1 Promille unterwegs gewesen – deutlich über der gesetzlichen Grenze.

In einem weiteren Fall wurde ein Rollerfahrer in Celle wegen eines abgelaufenen Kennzeichens angehalten. Die anschließende Kontrolle ergab einen noch höheren Alkoholwert von 1,65 Promille. Unterdessen hatte eine Frau in Hambühren ihr Auto gegen einen Laternenpfahl gefahren und wurde später schlafend am Steuer aufgefunden – auch sie stand unter Alkoholeinfluss.

Auf den Straßen führte ein gescheiterter Überholversuch auf der L240 zwischen Huxahl und Beckedorf zu einem schweren Zusammenstoß, bei dem vier Menschen schwer verletzt wurden. Ein weiterer Autofahrer in Bergen-Diesten wurde wegen verdächtigen Verhaltens kontrolliert und muss sich nun wegen Trunkenheit am Steuer strafrechtlich verantworten.

Auch öffentliche Konflikte sorgten für Schlagzeilen: Zwei junge Männer gerieten in der Nähe des Schulzentrums Burgstraße in Celle aneinander und stehen nun wegen Körperverletzung unter Ermittlung. Auf einem Flohmarkt im Französischen Garten eskalierte ein Streit zwischen Käufer und Verkäufer, als der Käufer den Verkäufer schlug. Ein Zeuge half der Polizei später, einen Unfallflüchtigen zu stellen, der einen Rückspiegel beschädigt und sich vom Unfallort entfernt hatte.

Im Schienenverkehr musste ein Zug auf der Strecke nach Uelzen mit 141 Fahrgästen rund 600 Meter vor dem Bahnhof Celle notbremsen, nachdem Oberleitungen beschädigt worden waren. Die Störung dauerte bis zum nächsten Nachmittag an. In einem anderen Fall wurde ein aggressiver Fahrgast in einem ICE von Stuttgart nach Hamburg aus dem Zug entfernt, nachdem er sich weigerte, ein gültiges Ticket vorzuzeigen, und für eine Störung sorgte.

Zudem wurde ein 61-jähriger Mann aus Celle in Gewahrsam genommen, nachdem er aus seiner Wohnung gewiesen worden war. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorlag.

Die Vorfälle führten zu mehreren Festnahmen, Verletzungen und laufenden Ermittlungen. Der Zugverkehr zwischen Celle und Uelzen konnte erst nach Abschluss der Reparaturarbeiten am Folgetag wieder aufgenommen werden. Die Behörden befassen sich weiterhin mit den Folgen der Ereignisse, darunter strafrechtliche Verfahren und Maßnahmen zur Verkehrssicherheit.