Continental wird 150: Vom Gummipionier zum Hightech-Konzern für Autos
Continental – vom Gummihersteller zum Technologiekonzern
Continental, heute der viertgrößte Reifenhersteller der Welt, blickt auf eine über 150-jährige Geschichte zurück. Das Unternehmen begann 1871 als kleine Gummifabrik in Hannover. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zu einem globalen Zulieferer für Automobilkomponenten und Spitzentechnologien.
Die Anfänge lagen in der Produktion massiver Gummireifen für Kutschen und Fahrräder. Bereits 1892 stieg Continental auf luftgefüllte Fahrradreifen um – ein früher Schritt in die Welt der pneumatischen Gummiprodukte. Sechs Jahre später, 1898, betrat das Unternehmen mit seinen ersten Autoreifen den Automobilsektor.
Durch gezielte Übernahmen erweiterte Continental sein Produktportfolio kontinuierlich. Ein entscheidender Wendepunkt war 2006 der Kauf der Automobil-Elektroniksparte von Motorola. Dieser Schritt katapultierte das Unternehmen tiefer in die Fahrzeugtechnologie – über das traditionelle Gummi- und Reifengeschäft hinaus.
In jüngster Zeit folgte eine strategische Neuausrichtung: Im September 2025 spaltete Continental Aumovio ab, ein neues Unternehmen mit Fokus auf hochmoderne Automobiltechnik. Anfang Februar 2026 verkaufte es zudem ContiTech, die Sparte für Kunststoffe und Gummi, zusammen mit OESL. Diese Entscheidungen unterstreichen die Konzentration auf Kernwachstumsbereiche im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung.
Vom Gummihersteller des 19. Jahrhunderts hat sich Continental zu einem zentralen Akteur in der Automobilinnovation gewandelt. Die jüngsten Restrukturierungen zeigen den klaren Kurs auf Elektronik und Hochtechnologie-Lösungen. Die Entwicklung des Konzerns prägt weiterhin maßgeblich die moderne Fahrzeugentwicklung.






