Das legendäre Schwabinger 7 kehrt als Kunstwerk nach München zurück
Ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte ist als Kunstwerk wiederauferstanden. Der Bruckmühler Künstler Rupert Dorrer hat die ikonische Wand des Schwabinger 7 nachgeschaffen – einst die berühmteste Bar der Stadt. Nach Jahren in Privatbesitz wird das Gemälde bald der Öffentlichkeit präsentiert.
Das ursprüngliche Schwabinger 7 befand sich in der Feilitzschstraße 7, doch über die frühere Nutzung des Gebäudes ist wenig bekannt. Die Bar wurde im 19. Jahrhundert zur Münchner Legende und zog bis zu ihrer Schließung Scharen von Gästen an. Jahre später, 2012, wurde Dorrers Kunstwerk, das die Wand des Lokals zeigt, versteigert und von Denn's Biomarkt erworben, der heute das Gelände nutzt.
Dorrers Mixed-Media-Gemälde misst 140 mal 72 Zentimeter und ist in sorgfältigen Schichten aufgebaut, um die Textur der ursprünglichen Wand nachzuahmen. Einfach Schwabinger 7 betitelt, kontrastiert es die verschwundene Vergangenheit der Bar mit der lebendigen Gegenwart – etwa wie der belebte Stammtisch im nahegelegenen Grünen Eck.
Am Montag um 11 Uhr wird das Werk in der Galerie von Bruckmühl offiziell enthüllt. Die Zeremonie leitet der neu wiedergewählte Bürgermeister der Stadt, Richard Richter.
Das Kunstwerk steht heute als Mahnmal für den Wandel Münchens. Einst Teil einer geliebten Kneipe, wird es bald in Bruckmühl hängen – als lokales Ereignis und zugleich als Verbindung zur Stadtgeschichte. Der Weg des Gemäldes – von der Auktion über den Supermarkt bis zur Ausstellung – spiegelt die Veränderungen der Orte wider, die es darstellt.