27 June 2026, 12:21

"Debritz" am Badischen Staatstheater: Ein Dorf kämpft gegen Klimawandel und Verfall

Die große Versalzung

"Debritz" am Badischen Staatstheater: Ein Dorf kämpft gegen Klimawandel und Verfall

Am Badischen Staatstheater Karlsruhe hat kürzlich das neue Stück Debritz des Autors Kaleb Erdmann Premiere gefeiert. Das Drama, das in dem fiktiven Dorf Debritz spielt, thematisiert den Niedergang einer ländlichen Gemeinschaft und setzt dabei auf mutige Regieführung und schwarzen Humor, um brennende gesellschaftliche Fragen aufzuwerfen.

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Debritz war einst ein blühendes Zentrum des Salzabbaus. Doch Klimawandel und wirtschaftliche Vernachlässigung haben den Ort in eine öde Einöde verwandelt. Das Dorf kämpft mit schrumpfenden Erträgen, Arbeitsplatzmangel und einer abwandernden Jugend. Schlechte Verkehrsanbindungen und der Niedergang der Industrie verschärfen die Isolation weiter.

Das Stück entwirft ein gesellschaftliches Panorama im Kleinen. Nur zwei Figuren – Peggy und Maik – sind voll ausgearbeitet und verleihen der absurden Handlung Tiefe. Regisseurin Brit Bartkowiak setzt auf experimentelle Bühnenbilder und komische Ästhetik, um die grotesken Züge der Geschichte zu unterstreichen.

Der letzte Akt nimmt eine dramatische Wende: Peggy und Maik zerstören die Siedlung und hinterlassen eine postapokalyptische Vision. Dieses explosive Finale betont die Dringlichkeit, sich mit den zentralen Themen des Stücks auseinanderzusetzen.

Das Drama wirft ein Schlaglicht auf die wachsende Kluft zwischen Stadt und Land in Deutschland sowie auf die Folgen des Klimawandels. Mit farcenhaften und slapstickartigen Elementen dient es als drastische Mahnung. Das Stück fordert uns auf, die Gegenwart ernst zu nehmen, um einer düsteren Zukunft entgegenzuwirken.

Quelle