„Der Trank der Hexe“: Wiesbadens märchenhaftes Silvester-Spektakel für Familien
Herbert Renner„Der Trank der Hexe“: Wiesbadens märchenhaftes Silvester-Spektakel für Familien
Das Staatstheater Wiesbaden präsentiert „Der Trank der Hexe“ auf der Bühne – ein märchenhaftes Fest für die ganze Familie
Bis Silvester 2025 wird das Stück fast 50 Mal aufgeführt und verbindet Michael Endes Geschichte mit Humor, Musik und einer klaren moralischen Botschaft. Kein anderes Theater in Norddeutschland hat für Dezember 2025 eine ähnliche Produktion angekündigt.
Im Mittelpunkt steht Professor Beelzebub Irrwitzer, der als Berater eines Zauberers bis Mitternacht seine zerstörerischen Aufgaben erfüllen muss. Die Handlung entfaltet sich mit absichtlich schiefem Gesang, der die große Oper persifliert, dabei aber stets leicht und unterhaltsam bleibt. Ein sprechender Rabe sorgt mit slapstickhafter Komik für Lacher – besonders bei den jüngeren Zuschauern.
Bühneneffekte wie Rauch, eine sich hebende Band und immersive Klangwelten schaffen Spannung, ohne Kinder zu erschrecken. Die Kernaussage des Stücks ist simpel: Jede Tat hat Konsequenzen, und die Natur wehrt sich gegen Zerstörung. Im Finale taucht eine Made im Orchestergraben auf – ein Zeichen für den Sieg des Guten über das Böse. Die Silvester-Vorstellung ist bewusst familienfreundlich am Vormittag angesetzt. Die Regisseure beschreiben die Inszenierung als eine Reise, die Kinder „sicher durch die Nacht“ führt – mit beständigem Humor und einem starken moralischen Halt.
Die Wiesbadener Adaption läuft durch die gesamte Weihnachtszeit und bietet eine Mischung aus Spektakel und Lehre. Mit verspielter Bühnengestaltung und klaren Themen will die Produktion unterhalten und gleichzeitig Verantwortungsbewusstsein stärken. Bisher bleibt diese Version einzigartig: Kein anderes norddeutsches Theater hat „Der Trank der Hexe“ für 2025 im Programm.