28 December 2025, 05:28

Deutsche Bauwirtschaft holt 200 Azubis aus Usbekistan gegen Fachkräftemangel

Zwei Männer sitzen auf einem Sitz in einem Zug, mit einer Gruppe von Menschen, die dahinter sitzen, einem Eingang zwischen Abteilen oben und einem Fenster rechts.

Deutsche Bauwirtschaft holt 200 Azubis aus Usbekistan gegen Fachkräftemangel

Deutsche Bauunternehmen intensivieren ihre Bemühungen, den Fachkräftemangel zu bekämpfen, indem sie junge Talente aus dem Ausland anwerben. Eine neue Initiative in Usbekistan zielt darauf ab, ab August 2026 jährlich bis zu 200 Auszubildende nach Deutschland zu holen, um sie in der Branche auszubilden. Das Programm konzentriert sich auf die Besetzung freier Stellen in Niedersachsen und Bremen.

Der Schub für die internationale Rekrutierung geht vom Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen und dem Ausbildungszentrum BAU ABC aus. Beide haben aktiv potenzielle Bewerber in Usbekistan angesprochen, unter anderem auf der kürzlich stattgefundenen berufsEXPO Taschkent 2025. Die Veranstaltung zog rund 800 Teilnehmer an, darunter deutsche und usbekische Unternehmen.

BAU ABC übernimmt für die ausgewählten Kandidaten das gesamte Verfahren – von der Visabeantragung über Reisevorbereitungen und Unterkunft bis hin zu Deutschkursen. Ziel ist es, den Auszubildenden einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen, bevor sie ihre Ausbildung in Deutschland beginnen. Die Initiative stärkt zudem die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Usbekistan im Bereich der beruflichen Bildung. Durch die Ansprache motivierter junger Arbeitskräfte hoffen die Organisatoren, dem Bausektor in den kommenden Jahren kontinuierlich Fachkräfte zuzuführen.

Die erste Gruppe usbekischer Auszubildender wird voraussichtlich bis August 2026 in Deutschland eintreffen. Sie sollen offene Ausbildungsplätze in Niedersachsen und Bremen besetzen und so zur Entlastung des anhaltenden Fachkräftemangels beitragen. Die Kooperation zwischen deutschen und usbekischen Partnern markiert einen konkreten Schritt in der grenzüberschreitenden Berufsausbildung.