25 December 2025, 23:03

Deutschland schiebt weiter Menschen nach China ab – trotz internationaler Kritik

Ein Buch mit dem Titel "Welt der Probleme" mit einem Bild eines Mannes und eines Hundes auf einem Tisch.

Deutschland schiebt weiter Menschen nach China ab – trotz internationaler Kritik

Deutschland hat in den vergangenen drei Jahren seine Praxis fortgesetzt, Menschen nach China abzuschieben. Im Jahr 2024 wurden aus Deutschland 59 Personen nach China abgeschoben. Im folgenden Jahr stieg die Zahl auf 68. Bis Ende August 2025 waren bereits weitere 45 Menschen dorthin zurückgeführt worden.

Ein Fall betraf eine uigurische Frau aus Niedersachsen, die trotz angeblicher türkischer Staatsbürgerschaft abgeschoben wurde. Das deutsche Innenministerium hat keine Angaben dazu gemacht, was mit den Abgeschobenen nach ihrer Ankunft in China geschieht.

Während es 2023 keine offizielle Kritik an den Abschiebungen von Uiguren gab, äußerte sich das Auswärtige Amt Anfang 2025. Es verurteilte die Entscheidung Thailands, Uiguren nach China zurückzuschicken, und verwies auf Bedenken hinsichtlich ihrer Behandlung nach der Rückkehr.

Die Abschiebungszahlen zeigen einen kontinuierlichen Strom von Rückführungen nach China. Der Fall der uigurischen Frau und die Kritik an Thailands Vorgehen deuten darauf hin, dass solche Praktiken weiterhin genau beobachtet werden. Die Behörden haben bisher weder die Folgen für die Abgeschobenen aufgeklärt noch die grundsätzlichen Bedenken bezüglich ihrer Sicherheit angesprochen.