Dierfeld: 15 Einwohner, 100 Prozent Wahlbeteiligung und ein Solarpark für die Zukunft
Gerdi BaumDierfeld verzeichnet 100-prozentige Wahlbeteiligung - Dierfeld: 15 Einwohner, 100 Prozent Wahlbeteiligung und ein Solarpark für die Zukunft
Dierfeld, die kleinste Gemeinde in Rheinland-Pfalz, macht mit ihrem einzigartigen Ansatz in der Kommunalpolitik und bei Wahlen Schlagzeilen. Mit nur 15 Einwohnern hat das Dorf kürzlich für eine vollständige Wahlbeteiligung gesorgt – und plant gleichzeitig ein großes Projekt im Bereich erneuerbare Energien, um seine Zukunft zu sichern.
Dierfeld zählt gerade einmal 15 Einwohner, davon acht wahlberechtigte Bürger. Bei der letzten Landtagswahl gaben alle acht ihre Stimme per Briefwahl ab und erreichten damit eine Wahlbeteiligung von 100 Prozent. Um die Geheimhaltung der Wahl zu gewährleisten, bildete das Dorf gemeinsam mit dem Nachbarort Manderscheid einen gemeinsamen Wahlbezirk – eine gängige Praxis unter den kleinsten Gemeinden Rheinland-Pfalz'.
Der Gemeinderat von Dierfeld besteht aus sechs Mitgliedern sowie dem Bürgermeister. Trotz seiner Winzigkeit verwaltet die Gemeinde ein vielfältiges Portfolio: ein historisches Anwesen, ein gärtnerischer Betrieb, 14 Hektar Gemeinschaftswald und 180 Hektar Privatwald. Das Anwesen, einst ein Jagdschloss aus dem 16. Jahrhundert, ging Anfang des 20. Jahrhunderts in den Besitz der Familie von Greve über.
Für die Zukunft plant Dierfeld den Bau eines 15 Hektar großen Solarparks. Das Projekt soll nicht nur die Produktion erneuerbarer Energien vorantreiben, sondern auch lokale gemeinnützige Initiativen finanzieren. Damit unterstreicht das Dorf sein Engagement für Nachhaltigkeit – trotz seiner bescheidenen Größe.
Dierfelds Bemühungen zeigen, wie selbst die kleinsten Gemeinden sich aktiv an Wahlen beteiligen und ehrgeizige Vorhaben verfolgen können. Der Solarpark wird nach seiner Fertigstellung nicht nur saubere Energie liefern, sondern auch finanzielle Mittel für lokale Projekte bereitstellen. Gleichzeitig garantiert die Zusammenarbeit mit Manderscheid faire und sichere Wahlbedingungen für die wenigen Einwohner des Dorfes.






