Ein Jahr und sechs Monate Haft für brutalen Angriff auf Wahlhelfer mit Hitlergruß
Herbert RennerEin Jahr und sechs Monate Haft für brutalen Angriff auf Wahlhelfer mit Hitlergruß
Ein Gericht hat Felix S. wegen eines gewalttätigen Angriffs auf Wahlhelfer zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Die Anklagepunkte umfassten schwere Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung sowie die Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole. Der Vorfall sorgt aufgrund seiner politischen und gesellschaftlichen Brisanz für Aufsehen.
Felix S. hatte unter starkem Alkoholeinfluss drei Wahlhelfer angegriffen, ein Wahlplakat abgerissen und während der Tat den Hitlergruß gezeigt. Ein Opfer erlitt lebensbedrohliche Kopfverletzungen und musste notoperiert werden.
Im Prozess weigerte sich Felix S., seine Social-Media-Beiträge oder ein auf seinem Arm tätowiertes NS-Parole zu erklären. Er behauptete, sich aus der Fußballfanszene zurückgezogen zu haben und Unterstützung durch ein Ausstiegsprogramm für Extremisten in Anspruch genommen zu haben. Die Staatsanwaltschaft argumentierte, der Angriff habe nicht nur Einzelpersonen, sondern den demokratischen Diskurs selbst zum Ziel gehabt.
Das Gericht betonte, dass Gewalt in politischen Auseinandersetzungen keinen Platz habe. Es verwies auf eine Zunahme ähnlicher Angriffe auf Wahlhelfer in den letzten Monaten. Die Verteidigung kritisierte das Verfahren als übermäßig politisiert, doch das Gericht wollte mit dem Urteil ein klares Signal setzen.
Felix S. muss eine 18-monatige Haftstrafe antreten. Die Entscheidung unterstreicht die Schwere gewaltsamer Eingriffe in demokratische Prozesse und lenkt die Aufmerksamkeit auf die wachsende Besorgnis über Angriffe auf politische Ehrenamtliche.
