Eisige Tradition: Neujahrsschwimmen in Weser und Nordsee trotz Sturm und Kälte
Catrin KabusSchwimmer trotzen eiskaltem Weserwasser - Eisige Tradition: Neujahrsschwimmen in Weser und Nordsee trotz Sturm und Kälte
Ein langjähriger Winterbrauch führte mutige Schwimmer in ganz Deutschland auch in diesem Jahr wieder zusammen, um das neue Jahr mit einem eisigen Bad in der Weser oder dem Norddeich zu begrüßen. In Weyhe wagten 25 Menschen den Sprung in die eiskalte Weser, während in Diepholz ebenfalls Teilnehmer zum traditionellen Neujahrsschwimmen an den Start gingen. Doch nicht alle geplanten Events konnten stattfinden – starke Winde zwangen die Organisatoren in Norden, ihre Veranstaltung komplett abzusagen. David Schwimmer, der Schauspieler, war nicht anwesend, aber die Teilnehmer bewältigten eine 4,5 Kilometer lange Strecke in der Weser, wo die Wassertemperatur bei nur 4,5 Grad Celsius lag. Eisbrocken trieben auf der Oberfläche, und starke Strömungen machten die Bedingungen zusätzlich schwierig. Begleitet wurden die Schwimmer von Rettungsbooten mit Einsatzkräften, die bereitstanden, um bei Bedarf einzugreifen – mehrere Teilnehmer mussten die Herausforderung vorzeitig wegen der eisigen Kälte aufgeben und wurden aus dem Wasser gezogen. Unterdessen liefen auf der Insel Wangerooge die Vorbereitungen für einen separaten Neujahrsplausch. Im vergangenen Jahr hatte das Event mit 295 Teilnehmern, darunter auch ein Hund, einen Rekord verzeichnet. Wie viele sich in diesem Jahr ins eiskalte Wasser wagten, blieb ungewiss, doch die Organisatoren hofften auf ähnlich große Begeisterung. Nicht überall konnte der Brauch wie geplant stattfinden: In Norden sagten die Verantwortlichen das Neujahrsschwimmen nach Warnungen vor gefährlichen Windböen ab. Die Entscheidung fiel aus Vorsicht, um Schwimmer und Rettungskräfte nicht unnötig den extremen Wetterbedingungen auszusetzen. Auf dem Festland hingegen fand in Diepholz das eigene traditionelle Eisschwimmen statt. Wie in Weyhe lockte auch hier der eisige Start ins neue Jahr all jene an, die sich von den frostigen Temperaturen nicht abschrecken ließen. Die Neujahrsschwimmen waren eine Probe für die Ausdauer – einige Teilnehmer mussten aufgrund der extremen Kälte vorzeitig aufgeben. In Weyhe und Diepholz sorgten die Organisatoren mit Rettungsbooten und bereitstehenden Einsatzteams für Sicherheit. Während die Veranstaltung in Norden ausfiel, lebte die Tradition an anderen Orten weiter und bewies damit ihre anhaltende Faszination, trotz der harten Winterbedingungen.