ESA modernisiert Weltraummodell MASTER für mehr Sicherheit im Orbit
ESA modernisiert Weltraummodell MASTER für mehr Sicherheit im Orbit
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat das Unternehmen OKAPI:Orbits damit beauftragt, ihr Modell zur Bevölkerung von Weltraumobjekten, bekannt als MASTER, zu modernisieren. Die nächste Generation des Modells soll die wachsenden Herausforderungen im Bereich Weltraumverkehr und Trümmermanagement bewältigen. Ziel des Projekts ist es, zukünftige Missionen durch präzisere Kollisionsrisikobewertungen sicherer und nachhaltiger zu gestalten.
Das aktualisierte Modell wird zudem die ESA-Initiative "Zero Debris" unterstützen, die bis 2030 einen Netto-Anstieg von Weltraummüll durch ihre Missionen verhindern will.
OKAPI:Orbits, ein Spin-off der Technischen Universität Braunschweig (TU Braunschweig), übernimmt die Federführung bei der Entwicklung. Das Unternehmen arbeitet eng mit dem Institut für Raumfahrtsysteme der Universität zusammen, das über jahrzehntelange Expertise in der Erforschung von Weltraumschrott verfügt.
Im Rahmen des Projekts wird die Rechengeschwindigkeit des Modells verbessert, um der zunehmenden Komplexität moderner Weltraumoperationen gerecht zu werden. Zudem sollen sowohl neue als auch historische Daten integriert werden, um die Modelle der Trümmerumgebung zu verfeinern. Diese Aktualisierungen werden die Gestaltungs- und Betriebsrichtlinien für kommende Missionen optimieren.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Einbeziehung unterschiedlicher Größen und Formen von Trümmerteilen in die Simulationen. Diese Anpassung berücksichtigt Veränderungen in den Materialien von Raumfahrzeugen und ermöglicht genauere Vorhersagen von Kollisionsrisiken. Derzeit gewährleistet das MASTER-Modell eine Kollisionswahrscheinlichkeit von weniger als 1 zu 1.000 für Objekte größer als ein Zentimeter über ihre gesamte Betriebsdauer.
Durch den Ausbau seiner Fähigkeiten plant OKAPI:Orbits, verbesserte Lösungen für institutionelle und kommerzielle Akteure der weltweiten Raumfahrtbranche anzubieten. Die Aufrüstung wird dazu beitragen, Risiken zu mindern, während die Zahl der aktiven Satelliten – über 2.500 im Jahr 2023 – weiter steigt.
Das weiterentwickelte MASTER-Modell wird eine entscheidende Rolle bei der Reduzierung von Weltraummüll und der Erhöhung der Missionssicherheit spielen. Es wird präzisere Werkzeuge zur Verfolgung und Verwaltung von Objekten im Orbit bereitstellen. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt hin zum ESA-Ziel, die Ansammlung von Trümmern bis zum Ende des Jahrzehnts zu stoppen.
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