27 June 2026, 10:23

EU-Staaten lehnen sich gegen Methan-Regeln auf – Versorgungssicherheit in Gefahr

Deutschland warnt: EU-Methan-Regeln könnten Jet-Treibstoff- und LNG-Importe stören

EU-Staaten lehnen sich gegen Methan-Regeln auf – Versorgungssicherheit in Gefahr

Deutschland hat sich mit anderen EU-Regierungen zusammengeschlossen, um sich gegen die geplanten Methan-Emissionsvorschriften der Union für importiertes Öl und Gas auszusprechen. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem das europäische Energiesystem durch die Folgen des Iran-Kriegs unter Druck gerät. Die Versorgungssicherheit ist für die Region zu einer drängenden Frage geworden.

Der Konflikt im Iran hat die Straße von Hormus blockiert, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Dadurch sind die Preise für Flugtreibstoff in die Höhe geschnellt, und Fluggesellschaften mussten unrentable Strecken streichen. Die Importe aus dem Nahen Osten, die normalerweise etwa 20 Prozent des europäischen Flugkerosins decken, sind damit noch entscheidender geworden.

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Zwölf EU-Staaten, darunter Deutschland, fordern eine dreijährige Verschiebung der Methan-Regelung. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche begründete dies damit, dass mehr Zeit nötig sei, um die sichere Versorgung mit Gas und Erdölprodukten zu gewährleisten. Die Vorschrift, die 2027 in Kraft treten soll, könnte Importe wie Kerosin einschränken – ein Treibstoff, auf den die Luftfahrt angewiesen ist.

Die Europäische Kommission versucht, Klimaziele mit praktischen Umsetzungsfragen in Einklang zu bringen. Doch die Regelung stößt auf Widerstand bei nicht-europäischen Treibstofflieferanten. Die USA warnten, die Vorschriften könnten die Gaslieferungen nach Europa beeinträchtigen. Umweltschutzorganisationen und einige Experten halten dagegen, dass es bereits konforme Lieferquellen gebe und eine Verzögerung unnötig sei.

In Kürze werden die EU-Minister über den vorgeschlagenen Aufschub beraten. Die Methan-Regeln bleiben umstritten, da wirtschaftliche und ökologische Interessen aufeinandertreffen. Die anstehende Entscheidung wird die Energieversorgungssicherheit und Klimapolitik Europas in den kommenden Jahren prägen.

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