Fahrradbusse erobern deutsche Städte – sicheres Radfahren für Kinder in der Gruppe
Herbert RennerRadfahren zur Schule - ein weiterer 'Bici-Bus' für Frankfurt - Fahrradbusse erobern deutsche Städte – sicheres Radfahren für Kinder in der Gruppe
Immer mehr deutsche Städte führen "Fahrradbusse" ein, um Kindern das sichere und organisierte Radfahren zur Schule in der Gruppe zu ermöglichen. Die Idee, die ursprünglich in Barcelona unter dem Namen Bici-Bus gestartet wurde, gibt es mittlerweile in Frankfurt und Teilen Hessens – mit Plänen für eine weitere Ausdehnung.
Erwachsene begleiten die Kinder als äußere "Schutzschicht" der Kolonne, während die Jüngeren geschützt in der Mitte mitfahren. Im Mittelpunkt steht das frühe Erlernen von Verkehrskompetenz und motorischen Fähigkeiten. Viele Schulen empfehlen, mit dem Radfahrprüfungstraining bis zur vierten Klasse zu warten – die Fahrradbusse sollen die Kinder jedoch früher vorbereiten. In Frankfurt sind bereits drei Strecken in Betrieb, eine vierte soll bis Ende April in Bornheim starten.
Altersbeschränkungen gibt es nicht: Oft nehmen auch jüngere Geschwisterkinder teil. Im vergangenen Jahr bildeten sich in Hessen ähnliche Gruppen, viele wollen im Frühling wieder durchstarten. Besonders wertvoll ist das Projekt für Frankfurter Familien, da es in der Stadt kaum sichere Übungsflächen für Radfahrer gibt.
Auch über Hessen hinaus zeigt sich Interesse: Städte wie München prüfen derzeit das Konzept. Der Erfolg in Barcelona gab den Anstoß für die Verbreitung – die Organisatoren hoffen, die Fahrradbusse in den kommenden Jahren bundesweit zu etablieren.
Der Start der Bornheimer Strecke ist für Ende April mit einer Auftaktveranstaltung geplant und erweitert damit Frankfurts bestehendes Netz. Durch die Gruppenfahrten gewinnen die Kinder nicht nur an Selbstvertrauen, sondern tragen auch zur Verringerung des Autoverkehrs vor Schulen bei. Die Initiatoren werben weiterhin für das Modell als praxisnahe Methode, um Radfahrkompetenz von klein auf zu fördern.






