Feinstaubalarm in Niedersachsen: Vier Städte überschreiten Warnwerte drastisch
Herbert RennerFeinstaubalarm in Niedersachsen: Vier Städte überschreiten Warnwerte drastisch
Schlechte Luftqualität belastet seit Tagen Teile Niedersachsens – am Mittwochmorgen erreichten die Werte ungesunde Höhen
In vier Städten – Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter und Goslar – wurde am Mittwochmorgen wegen Feinstaubbelastung (PM2,5) die rote Warnstufe ausgelöst.
Messungen vom Mittwoch zeigten in der gesamten Region erhöhte PM2,5-Konzentrationen. In Braunschweig wurden 32 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) gemessen, in VfL Wolfsburg 31 µg/m³. In Salzgitter-Drütte lag der Wert bei 36 µg/m³, in Harlingerode sogar bei 40 µg/m³. Auch im Südwesten Braunschweigs wurden 36 µg/m³ registriert.
Das Umweltbundesamt warnt, dass anhaltende Belastung durch solche Schadstoffe Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen kann. Die Behörden raten Anwohnern, anstrengende Aktivitäten im Freien – besonders in der Nähe stark befahrener Straßen oder zu Stoßzeiten der Luftverschmutzung – einzuschränken. Winterliche Heizungsnutzung und ungünstige Wetterbedingungen haben die Situation in den letzten Tagen verschärft.
Vergleichsdaten zu den diesjährigen Feinstaubwerten in Wolfsburg und Goslar liegen nicht vor, doch das benachbarte Salzgitter verzeichnet seit Längerem erhöhte Belastungen. Zwar überwachen Messstationen in Niedersachsen kontinuierlich die Luftqualität, gezielte Maßnahmen zur Reduzierung der Schadstoffe in den betroffenen Gebieten wurden jedoch bisher nicht bekannt gegeben. Gleichzeitig wurde im Nordwesten des Landkreises Gifhorn sowie in Süddeutschland und im äußersten Norden bessere Luftqualität gemessen.
Der Tagesgrenzwert für PM2,5 liegt bei 50 µg/m³, wobei maximal 35 Überschreitungen pro Jahr zulässig sind. Die aktuellen Werte bleiben zwar unter dieser Schwelle, bergen aber dennoch gesundheitliche Risiken. Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich regelmäßig zu informieren und ihren Tagesablauf an die schlechte Luftqualität Deutschland anzupassen, um die Belastung so gering wie möglich zu halten.