14 December 2025, 02:56

Gesundheitsminister warnt vor Hamsterkäufen: „Medikamenten-Vorratshaltung verschärft Engpässe“

Eine Apotheke mit einem vor ihr geparkten Fahrzeug und einem Gebäude in der linken Ecke.

Gesundheitsminister warnt vor Hamsterkäufen: „Medikamenten-Vorratshaltung verschärft Engpässe“

Niedersachsens Gesundheitsminister warnt vor Hamsterkäufen von Medikamenten

Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi hat die Empfehlung des Landesapothekerverbandes kritisiert, der Haushalte zum Hortung von Medikamenten aufgerufen hatte.

  1. Dezember 2025, 13:12 Uhr

Schlagwörter: Gesundheit & Wohlbefinden, Finanzen, Wirtschaft, Kriminalität & Justiz

Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi hat sich deutlich gegen die Hamsterkäufe von Medikamenten ausgesprochen und davor gewarnt, dass panikartige Vorratskäufe die Versorgungslage weiter verschärfen könnten. Zwar räumte er vereinzelte Lieferverzögerungen ein, betonte jedoch, dass die aktuelle Situation grundlegend stabil bleibe – insbesondere bei lebenswichtigen Arzneimitteln wie Fiebersäften für Kinder.

Philippi übt scharfe Kritik an einer kürzlichen Empfehlung des Niedersächsischen Apothekerverbandes, in der Haushalte dazu aufgerufen wurden, Medikamente vorrätig zu halten. Eine solche Aufforderung könne eine unnötige Nachfrage erzeugen und das Risiko von Engpässen für andere Patientinnen und Patienten erhöhen, argumentierte der Minister. Zudem warnte er, dass Hamsterkäufe die gesamte Lieferkette stören könnten.

Trotz gelegentlicher Unterbrechungen in der Versorgung versicherte Philippi, dass die Arzneimittelversorgung im Kern stabil sei. Er rief die Bevölkerung zu besonnenem und verantwortungsvollem Verhalten auf, um künstliche Knappheiten zu vermeiden. Die Landesregierung beobachte die Lage weiterhin genau und setze auf die bewährten Strategien zur Sicherung der Versorgung.