Göttinger Dachverband kämpft für selbstverwaltetes Wohnen gegen Spekulationen
Herbert RennerGöttinger Dachverband kämpft für selbstverwaltetes Wohnen gegen Spekulationen
Neuer Dachverband für selbstverwaltetes Wohnen in Göttingen gestartet
Nach acht Jahren Vorbereitung hat sich in Göttingen ein neuer Dachverband für selbstverwaltetes Wohnen gegründet. Offiziell am 15. März 2023 ins Leben gerufen, vereint er elf lokale Wohnprojekte. Ziel der Initiative ist es, Mieter:innen zu unterstützen, eine Reprivatisierung von Wohnraum zu verhindern und der ausbeuterischen Praxis auf dem Wohnungsmarkt entgegenzutreten.
Der Verband orientiert sich am Modell des Mietshäuser-Syndikats, setzt jedoch eigene Schwerpunkte mit Fokus auf regionale Bedürfnisse. Er bietet praktische Hilfe – von Bauberatung bis hin zur Abwehr rechtlicher Bedrohungen. Zudem zahlen die Mitglieder jährlich einen Solidaritätsbeitrag, um neue Wohnprojekte zu finanzieren.
Mehrere Projekte unter dem Dach des Verbands befinden sich bereits vollständig in Bewohner:innenhand, darunter die Häuser Kreuzbergring 10/12, Bürgerstraße 50a sowie Goßlerstraße 17/a und 21. Andere, wie das Vorhaben in der Roten Straße, arbeiten mit Mietkaufmodellen. Der Verband fungiert als zentrale Anlaufstelle für alle, die Unterstützung im Wohnungsbereich suchen.
Eines der Mitgliedprojekte, KBR10/12, ist bereits Teil des Netzwerks – ein Zeichen für den wachsenden Einfluss der Initiative im Göttinger Wohnsektor. Der Verband vertritt nun elf Projekte in der Stadt und der Umgebung. Durch die Bündelung von Ressourcen und Fachwissen hilft er Bewohner:innen, die Kontrolle über ihre Wohnverhältnisse zu behalten. Die Gründung markiert einen wichtigen Schritt im Kampf gegen Spekulationen auf dem regionalen Wohnungsmarkt.






