Göttinger Müllabfuhr fährt jetzt mit synthetischem Diesel und spart 1.800 Tonnen CO₂ ein
Catrin KabusGöttinger Müllabfuhr fährt jetzt mit synthetischem Diesel und spart 1.800 Tonnen CO₂ ein
Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) senkt CO₂-Bilanz durch Umstellung auf synthetischen Diesel
Die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) haben Maßnahmen ergriffen, um ihren CO₂-Fußabdruck zu verringern, indem sie ihre Fahrzeugflotte auf synthetischen Diesel umstellen. Mit dem Wechsel auf den Kraftstoff HVO100 werden inzwischen fast alle der über 120 Fahrzeuge des Unternehmens betrieben. Erste Tests mit einem elektrischen Müllfahrzeug zeigten zudem vielversprechende Ergebnisse und stießen bei Mitarbeitenden wie Anwohner:innen auf positive Resonanz.
Statt herkömmlichem Diesel setzt die GEB nun auf HVO100, einen Biokraftstoff auf Basis von hydrierten Abfallfetten und gebrauchten Speiseölen. Die Umstellung erforderte nur minimale Investitionen, da weder die bestehenden Fahrzeuge noch die Infrastruktur angepasst werden mussten. Allein durch diesen Schritt lassen sich die jährlichen CO₂-Emissionen um etwa 1.800 Tonnen reduzieren.
Parallel zum Kraftstoffwechsel testete die GEB ein elektrisches Müllfahrzeug im Sommer- und Winterbetrieb. Die Beschäftigten lobten insbesondere die leisere Arbeitsweise und die geringeren Vibrationen im Vergleich zu Dieselfahrzeugen. Auch Anwohner:innen nahmen den umweltfreundlichen und ruhigen Einsatz des Fahrzeugs positiv wahr.
Trotz der vorläufigen Nutzung von synthetischem Diesel bleibt das Unternehmen langfristig auf die Elektromobilität fokussiert. Verantwortliche betonten, dass eine künftige E-Flotte mit Ökostrom betrieben werden müsse, um nachhaltig zu sein.
Die Einführung von HVO100 und die Elektro-Testphase unterstreichen die Bestrebungen der GEB, ihre Fahrzeugflotte klimafreundlicher zu gestalten. Die Kraftstoffumstellung hat bereits spürbare Emissionsminderungen erzielt – und das ohne hohe Kosten. Gleichzeitig deutet der Erfolg des E-Müllwagens auf eine mögliche Ausweitung der klimaschonenden Abfallwirtschaft in der Zukunft hin.






