29 April 2026, 03:14

Grüner Wirtschaftsflügel fordert Vermögenssteuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut - senkt Steuern für Reiche und Großkonzerne noch weiter."

Grüner Wirtschaftsflügel fordert Vermögenssteuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Karl Haeusgen, Vorsitzender des Wirtschaftsflügels der Grünen, hat eine neue Vermögenssteuer für Deutschlands Superreiche vorgeschlagen. Der Plan sieht eine Mindestabgabe auf Vermögen von über 100 Millionen Euro vor. Haeusgen, der selbst Miteigentümer eines mittelständischen Unternehmens ist, argumentiert, dass die Maßnahme den sozialen Zusammenhalt stärken würde, ohne das Wirtschaftswachstum zu gefährden.

Sein Vorschlag umfasst eine jährliche Besteuerung von etwa zwei Prozent auf große Vermögen. Er behauptet, dass dieser Satz das Stammvermögen nicht schmälern würde – selbst wenn die Vermögenswerte um bis zu sechs Prozent pro Jahr wüchsen. Um die Steuerakzeptanz zu erhöhen, schlägt er vor, dass Steuerzahler inländische Kapitalertrags- und Einkommensteuern mit der Vermögenssteuer verrechnen können.

Von 2020 bis 2024 führte Haeusgen den konservativ geprägten Verband der Maschinenbauindustrie (VDMA). Seit Mitte 2025 leitet er gemeinsam mit Marie-Luise Wolff den Wirtschaftsverband der Grünen. Seine Erfahrung als Unternehmer prägt seinen wirtschaftspolitischen Ansatz, der unternehmerisches Denken mit grünen Grundsätzen verbindet.

Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Haeusgen enttäuschte Wähler der Freien Demokratischen Partei (FDP) sowie unabhängige Unternehmer ansprechen will. Er kritisierte die Regierung scharf für ihren Umgang mit den steigenden Spritpreisen und bezeichnete die Senkung der Mineralölsteuer als "planlose Hilfsmaßnahme". Sein Vermögenssteuer-Modell soll Kürzungen an anderer Stelle ausgleichen und so für mehr Gerechtigkeit sorgen, ohne die wirtschaftliche Stabilität zu gefährden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die geplante Vermögenssteuer würde ab einem Vermögen von 100 Millionen Euro greifen. Als Unternehmer könnte Haeusgen selbst von der Regelung betroffen sein. Der Vorschlag geht nun in die breitere politische Debatte – mit möglichen Folgen für das deutsche Steuersystem und die wirtschaftliche Ausrichtung des Landes.

Quelle