Halles Bürgerparlament fordert mehr Investitionen in die Bildung der Zukunft
Gerdi BaumHalles Bürgerparlament fordert mehr Investitionen in die Bildung der Zukunft
Bürgerparlament in Halle: Zufallsbürger gestalten die Zukunft der Bildung
In Halle fand kürzlich ein lokales "Bürgerparlament" statt, das die Zukunft der Bildung in der Stadt mitgestalten soll. Organisiert von der Aktivistengruppe Neue Generation kamen dabei 15 zufällig ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner im Alter zwischen einem und 66 Jahren zusammen. Ihr Ziel: gegen Sparpolitik zu protestieren und mehr Investitionen in Schulen und Bildungsangebote zu fordern.
Die Teilnehmer verbringen den Tag damit, Forderungen nach besserer Finanzierung und Abstimmung im Halleschen Bildungssystem zu entwickeln. Statt auf klassische Politik zu setzen, wollten sie ein wirkliches Abbild der Gesellschaft widerspiegeln – durch eine Auswahl nach Alter, Hintergrund und anderen Kriterien. Ihre Vorschläge werden nun Katharina Brederlow, der Bildungsdezernentin der Stadt, in einem geplanten Treffen präsentiert.
Das Treffen in Halle markiert den Auftakt der bundesweiten Kampagne "Revolutionstage", die vom 17. bis 24. April 2026 stattfindet. Im Rahmen dieser Aktion wird vom 17. bis 19. April 2026 ein digitales "Offenes Bürgerparlament" abgehalten. Die Online-Veranstaltung setzt sich mit der Frage auseinander: Wie nah sind wir dem Faschismus?
Die Neue Generation, die aus der Klimaprotestbewegung Letzte Generation hervorgegangen ist, versteht diese Parlamente als Alternative zum Deutschen Bundestag. Die Bewegung wirft dem nationalen Parlament vor, eher Lobbyinteressen als den Belangen der Bürgerinnen und Bürger zu dienen. Neben der Forderung nach mehr Bildungsinvestitionen fordert sie auch eine bessere Zusammenarbeit zwischen Kommunalverwaltungen, Schulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Das Hallesche Bürgerparlament ebnet den Weg für weitere Diskussionen während der anstehenden "Revolutionstage". Die Forderungen der Gruppe werden nun lokalen Verantwortungsträgern vorgelegt, während das digitale Parlament sich mit übergeordneten politischen Themen befasst. Die Organisatoren hoffen, dass das Modell mehr direkte Bürgerbeteiligung an Entscheidungsprozessen anregt.






