Harz-Heide-Netz wird bis 2030 klimaneutral – 750 Millionen Euro für Elektrozüge
Herbert RennerHarz-Heide-Netz wird bis 2030 klimaneutral – 750 Millionen Euro für Elektrozüge
Der Regionalverband Großraum Braunschweig hat ein großes Vorhaben gestartet, um das Harz-Heide-Netz in ein klimaneutrales Schienensystem umzuwandeln. Der Umstieg von Diesel- auf batteriebetriebene Elektrozüge soll auf über 200 Kilometern Strecke realisiert werden – von der südlichen Harz-Region bis nach Uelzen. Für die erste Phase der Planung und Elektrifizierung wurden bereits 32 Millionen Euro bewilligt.
Die Umstellung erfordert umfangreiche Modernisierungen der Fahrzeuge, der Ladeinfrastruktur und der Oberleitungen. Als effizientestes Antriebssystem für das Netz wurde der batteriebetriebene Elektroantrieb ausgewählt. Um dies zu ermöglichen, müssen auf bestimmten Abschnitten Oberleitungen installiert werden, damit die Züge während der Fahrt geladen werden können.
Die Gesamtkosten des Projekts werden auf rund 750 Millionen Euro geschätzt. Die Finanzierung übernehmen der Bund, das Land Niedersachsen und der Regionalverband selbst. Neue Dieselzüge werden nicht mehr angeschafft, da die Hersteller deren Produktion eingestellt haben.
Bis 2030 sollen alle Strecken in der Region entweder mit Elektro- oder batteriebetriebenen Zügen fahren. Ziel ist es, ein zukunftsfähiges und umweltfreundliches Schienennetz zu schaffen.
Die Investition markiert einen wichtigen Schritt zur Abschaffung von Dieselzügen in der Region. Mit den nun beginnenden Planungen werden die ersten elektrifizierten Abschnitte den Weg für einen vollständigen batteriebetriebenen Elektrobetrieb im gesamten Netz ebnen. Das Projekt steht im Einklang mit den übergeordneten Bestrebungen, den Schienenverkehr sauberer und effizienter zu gestalten.






