Hubschrauber kartiert mit SkyTEM Grundwasser in Niedersachsen bis Ende Februar
Alex TintzmannHubschrauber kartiert mit SkyTEM Grundwasser in Niedersachsen bis Ende Februar
Hubschrauber-Vermessung kartiert Grundwasserverhältnisse in Teilen Niedersachsens
Vom 16. bis voraussichtlich 25. Februar wird eine Hubschrauberbefliegung in Teilen Niedersachsens die Grundwasserverhältnisse erfassen. Das vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) geleitete Projekt nutzt dabei das SkyTEM-Verfahren, um Daten zu Grundwasserleitern und geologischen Strukturen zu sammeln. Anwohner zwischen Walsrode und Nienburg/Weser könnten den Helikopter in geringer Flughöhe mit einer großen Schleppantenne beobachten.
Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich von der A27 bei Walsrode bis zur Bundesstraße 214 zwischen Nienburg/Weser und Rodewald. Die Flugrouten folgen einem systematischen Raster mit einem Abstand von etwa 300 Metern. Beim SkyTEM-Verfahren werden durch elektromagnetische Induktion Wirbelströme im Untergrund erzeugt, um die elektrische Leitfähigkeit bis in Tiefen von rund 300 Metern zu messen.
Hohe Widerstandswerte deuten auf Sand oder Kies hin, während geringe Werte auf Ton oder Salzwasser schließen lassen. Diese Daten helfen, eiszeitliche Rinnenstrukturen und versalzte Zonen zu identifizieren, die für die Trinkwassergewinnung relevant sein könnten. Die erhobenen Informationen fließen in ein geologisches Untergrundmodell ein und verbessern das Verständnis über Aufbau und Beschaffenheit der Grundwasserleiter.
In den vergangenen fünf Jahren wurden mit ähnlichen SkyTEM-Befliegungen bereits Regionen wie das Emsland, der Landkreis Cloppenburg, das Oldenburger Münsterland sowie Teile Osnabrücks erfasst. Die hydrogeologischen Untersuchungen des LBEG dienen dazu, Wissenslücken zu schließen und Planungsentscheidungen zu unterstützen. Die aufbereiteten Daten sind öffentlich über den NIBIS-Kartenserver abrufbar.
Genauere Kenntnisse über Grundwasserleiter gewinnen zunehmend an Bedeutung – etwa für die Dimensionierung von Geothermiebohrungen oder die Ausweisung von Trinkwasserschutzgebieten. Angesichts von Dürreperioden und Klimaveränderungen, die das Grundwasser immer wichtiger machen, liefern solche Erhebungen essenzielle Grundlagen für ein nachhaltiges Ressourcenmanagement.
Der Hubschrauber wird in einer Höhe von etwa 30 Metern fliegen und die Datenerfassung voraussichtlich bis zum 25. Februar abschließen. Die Ergebnisse sollen geologische Modelle verfeinern und künftige Strategien im Wassermanagement unterstützen. Behörden werden die Erkenntnisse nutzen, um die Planung von Trinkwasserschutz und Geothermieprojekten zu optimieren.






