07 January 2026, 21:02

IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn gegen Kaufkraftverlust in Schlüsselbranchen

Ein holzerner Innenraum mit einem Stuhl, einer Bank und einem Sofa, das mit roten und grünen Kissen geschmückt ist, mit Bäumen im Hintergrund und einer an der Decke hängenden Lampe.

IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn gegen Kaufkraftverlust in Schlüsselbranchen

Beschäftigte in der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie sehen sich einer wachsenden Kluft zwischen Löhnen und Lebenshaltungskosten gegenüber. Die Gewerkschaft IG Metall fordert nun eine Lohnerhöhung von fünf Prozent für Arbeitnehmer in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Der Aufruf erfolgt zu einer Zeit, in der die Inflation weiterhin das Lohnwachstum im gesamten Sektor übersteigt.

Seit Anfang 2022 sind die Verbraucherpreise um 17,4 Prozent gestiegen, während die Löhne lediglich um 12,9 Prozent zulegten. Diese Schere hat viele Beschäftigte mit höheren Ausgaben zurückgelassen. Die Gewerkschaft argumentiert, dass die Arbeitnehmer in den vergangenen zwei Jahren deutlich an Kaufkraft eingebüßt haben.

Das vorgeschlagene Tarifabkommen würde bei einer Annahme für einen Zeitraum von zwölf Monaten gelten. Die Forderung der IG Metall spiegelt die wachsenden Sorgen um die Bezahlbarkeit in Schlüsselbranchen wider. Nun werden die Verhandlungen zeigen, ob die Arbeitgeber der Anforderung nach faireren Lohnanpassungen nachkommen.

Eine Erhöhung um fünf Prozent würde helfen, die Lücke zwischen Einkommen und steigenden Kosten zu verringern. Das Ergebnis dieser Gespräche wird Tausende Beschäftigte in zwei großen Bundesländern betreffen. Arbeitgeber und Gewerkschaften müssen nun eine Einigung erzielen, bevor die aktuellen Tarifverträge auslaufen.