Josef Burgdorf: Wie ein Journalist den NS-Widerstand in Osnabrück prägte
Alex TintzmannJosef Burgdorf: Wie ein Journalist den NS-Widerstand in Osnabrück prägte
Öffentlicher Vortrag beleuchtet das Leben von Josef Burgdorf – Osnabrücks mutigster journalistischer Gegner des Nationalsozialismus
Am 29. Januar um 18:30 Uhr findet ein öffentlicher Vortrag statt, der sich mit dem Wirken Josef Burgdorfs beschäftigt, des entschlossensten journalistischen Widersachers des NS-Regimes in Osnabrück. Im Mittelpunkt steht auch die unterirdische Widerstandsgruppe, die er nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 mitprägte. Die Historiker Heiko Schulze und Martina Sellmeyer präsentieren ihre Forschungsergebnisse in der Villa im Museumsquartier Osnabrück.
Josef Burgdorf, 1895 geboren, machte sich durch seine scharfe Kritik am NS-Regime einen Namen. Bis Februar 1933 schrieb er unter dem Pseudonym ILEX für die Tageszeitung Freie Presse. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten verlegte er seinen Widerstand in den Untergrund und wurde zu einer Schlüsselfigur der Osnabrücker Widerstandsbewegung.
Schulze und Sellmeyer, beide Mitglieder der Forschungsgruppe ILEX-Kreis, haben Burgdorfs Rolle umfassend untersucht. Zu ihren Arbeiten zählt die Mitautorschaft der Ausstellung "36 Biografien mutiger Menschen", die Personen würdigt, die sich dem NS-Regime widersetzten. Der anstehende Vortrag greift diese Forschungen auf und bietet Einblicke in den lokalen Widerstand.
Die Veranstaltung findet in der Villa im Museumsquartier Osnabrück statt. Der Eintritt beträgt 3 Euro, für unter 18-Jährige ist er frei.
Der Vortrag wirft einen detaillierten Blick auf Burgdorfs Widerstand und das weitere Netzwerk des Osnabrücker Widerstands. Die Teilnehmer erwarten authentische Berichte von Historikern, die jahrelang diese Akte des Mutes dokumentiert haben. Ziel der Diskussion ist es, das Gedenken an jene zu bewahren, die sich in der Region dem NS-Regime entgegensetzten.