Kampeter fordert radikale Wirtschaftsreformen: "Deutschland verliert seine Wettbewerbsfähigkeit"
Catrin KabusKampeter fordert radikale Wirtschaftsreformen: "Deutschland verliert seine Wettbewerbsfähigkeit"
Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), hat dringende Wirtschaftsreformen in Deutschland gefordert. In der Sendung Blome und Pfeffer kritisierte er am Montag die Untätigkeit der Regierung und warnte, das Land verliere zunehmend seine Wettbewerbsfähigkeit.
Kampeter nannte drei zentrale Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft: hohe Energiekosten, übermäßige Bürokratie und steigende Arbeitskosten. Diese Probleme würden Deutschland im Vergleich zu seinen europäischen Konkurrenten weiter zurückwerfen, so der BDA-Chef.
Im Gespräch beim Sender ntv betonte er, Unternehmen könnten nur dann hochwertige Produkte und Dienstleistungen anbieten – alles andere hänge von der politischen Unterstützung ab. Die Politik versage jedoch bei der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für Wachstum. Dies bezeichnete er als ein "klares Versagen".
Als Beispiel führte Kampeter die Automobilindustrie an, in der andere Länder mittlerweile wettbewerbsfähige Waren effizienter produzierten. Deutschland sei nicht mehr annähernd der führende Wirtschaftsstandort Europas, so seine Einschätzung. Um wieder an die Spitze zu gelangen, forderte er die Arbeitnehmer auf, ihre Produktivität zu steigern, und das Land müsse seinen "Arbeitswillen" wiederentdecken – statt sich auf vergangene Erfolge auszuruhen.
Kampeters Äußerungen erhöhen den Druck auf die Politik, die Kosten zu senken und die Regulierung zu vereinfachen. Ohne Reformen drohe Deutschland, im globalen Wettbewerb weiter abgehängt zu werden, warnte er. Seine Aussagen spiegeln die wachsende Unzufriedenheit unter Unternehmensführern mit der aktuellen Wirtschaftslage wider.






