16 March 2026, 16:36

Katholiken in Deutschland: Dramatischer Mitgliederschwund hält an – doch es gibt regionale Unterschiede

Ein Buch mit Bildern und Texten zur Geschichte der Katholischen Kirche, einschließlich Bildern ihrer Räume, Korridore und erhaltener Artefakte.

Katholische Kirche verliert weiter Mitglieder - Katholiken in Deutschland: Dramatischer Mitgliederschwund hält an – doch es gibt regionale Unterschiede

Die Zahl der Katholiken in Deutschland geht weiter stark zurück: Von etwa 26 Millionen im Jahr 2000 sank sie bis 2025 auf rund 20 Millionen. Die Entwicklung verläuft regional unterschiedlich – besonders dramatisch ist der Mitgliederschwund in den neuen Bundesländern, während traditionell katholische Gebiete wie Bayern deutlich höhere Bindungsraten aufweisen. Aktuelle Zahlen aus den Bistümern Niedersachsens verdeutlichen sowohl den anhaltenden Rückgang als auch die Bemühungen, sich an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen.

Im Bistum Hildesheim verringerte sich die Zahl der Katholiken 2025 von 508.073 auf 493.186. Dennoch gingen die offiziellen Austritte leicht zurück: 8.843 Menschen traten aus der Kirche aus – weniger als in den Vorjahren. Das Bistum betont seine Rolle als verlässliche Stütze im Leben der Menschen, die in Krisenzeiten Halt gibt und Gemeinschaft fördert.

Auch das Bistum Osnabrück verzeichnete einen Rückgang der Mitgliederzahlen von 497.031 auf 486.439. Anders als in Hildesheim stieg hier jedoch die Zahl der Austritte leicht an: 3.157 Personen erklärten ihren Austritt. Die Verantwortlichen bereiten sich auf eine kleinere Kirche vor, setzen aber weiterhin auf eine enge seelsorgerische Begleitung.

In anderen Teilen Niedersachsens meldete der Offizialatsbezirk Oldenburg einen Rückgang von 235.388 auf 230.623 Katholiken. In Bremen wurden 2025 noch 55.809 Mitglieder gezählt. Insgesamt bekannten sich in der Region noch etwa 1,16 Millionen Menschen zum katholischen Glauben.

Bundesweit zeigt sich ein uneinheitliches Bild: In den neuen Bundesländern liegt der Katholikenanteil mittlerweile unter fünf Prozent der Bevölkerung. In traditionell katholischen westdeutschen Regionen wie Bayern hingegen bewegen sich die Werte weiterhin zwischen 40 und 50 Prozent.

Die aktuellen Zahlen bestätigen den langfristigen Trend des Mitgliederschwunds in der katholischen Kirche Deutschlands. Die Bistümer in Niedersachsen passen ihre Strategien an, um trotz schrumpfender Gemeinden relevant zu bleiben. Im Mittelpunkt stehen weiterhin eine zuverlässige seelsorgerische Begleitung und die Pflege des Gemeinschaftslebens.

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