23 March 2026, 04:29

Kemptens politischer Umbruch: Freie Wähler beenden 30 Jahre CSU-Ära

Karte von Deutschland mit Bundesländern in Rot und Blau markiert, um die Ergebnisse der Wahl 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Kemptens politischer Umbruch: Freie Wähler beenden 30 Jahre CSU-Ära

Oberbürgermeisterwahl in Kempten beendet 30 Jahre CSU-Führung

Am 22. März 2026 haben die Wähler in Kempten Christian Schoch von den Freien Wählern zum neuen Oberbürgermeister gewählt und damit den langjährigen Amtsinhaber Thomas Kiechle (CSU) abgelöst. Das Ergebnis markiert einen politischen Wandel nach Jahrzehnten der Vorherrschaft einer einzigen Partei.

Die CSU hatte das Kemptener Rathaus erstmals 1996 unter ihre Kontrolle gebracht, als Ulrich Netzer den SPD-Kandidaten besiegte. Seither stellte die Partei ununterbrochen den Oberbürgermeister. Kiechle, der Netzer im Amt folgte, hatte zwei Amtszeiten absolviert, bevor er sich in diesem Jahr der Herausforderung stellen musste.

In der Stichwahl sicherte sich Schoch 55 Prozent der Stimmen, während Kiechle auf 45 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 Prozent – ein Zeichen für eine moderate Wählerbeteiligung. Kiechle, Sohn des ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministers Ignaz Kiechle, konnte das politische Erbe seiner Familie in diesem Rennen nicht fortsetzen.

Schochs Sieg durchbricht die fast 30-jährige Dominanz der CSU im Oberbürgermeisteramt. Der Kandidat der Freien Wähler bereitet sich nun darauf vor, die Führung der Allgäu-Stadt zu übernehmen.

Mit dem Wahlergebnis verliert die CSU erstmals seit 1996 ihren Spitzenposten in Kempten. Schoch wird Kiechle als Oberbürgermeister ablösen und damit eine lange Ära der Einparteienherrschaft beenden. Der Wechsel folgt einer klaren Entscheidung der Wähler in der Stichwahl 2026.

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