Koblenz feiert Kunst und Spiritualität in einzigartigem Gottesdienst
Alex TintzmannKoblenz feiert Kunst und Spiritualität in einzigartigem Gottesdienst
Ein besonderer Gottesdienst in Koblenz brachte kürzlich an einem Sonntag lokale Künstler, religiöse Würdenträger und Wissenschaftler zusammen. Die Veranstaltung in der Herz-Jesu-Kirche umfasste Musik, Reden und eine Kunstinstallation und bildete den Auftakt zu einer neuen Ausstellung in der Stadt.
Superintendent Rolf Stahl von der Evangelischen Kirche und Dechant Thomas Darscheid von der Katholischen Kirche leiteten den Gottesdienst gemeinsam. Organist Joachim Aßmann begleitete die Feier musikalisch. Während der Zusammenkunft hielt Professor Wolf-Andreas Liebert von der Universität Koblenz einen Vortrag über das Wortspiel ersöchpferisch – eine sprachliche Verbindung von Schöpfung und Erschöpfung – und dessen Bedeutung für Kreativität im modernen Leben.
In der Kirche präsentierte die Künstlerin Barbara Gröbl ihre Installation Mensch, die Widersprüche der menschlichen Existenz erkundet. Das Werk blieb während des Gottesdienstes ausgestellt und bot den Besuchern eine nachdenkliche Erfahrung.
Nach der Zeremonie begaben sich die Gäste zum Künstlerhaus Metternich, wo die Ausstellung Ein Teil des Ganzen – Arbeiten von Mitgliedern des BVR eröffnet wurde. Organisiert vom Bund Bildender Künstler Mittelrhein (BVR) zeigt die Schau Werke der Mitglieds Künstler. Sie bleibt bis Sonntag, den 15. März 2026, geöffnet. Der BVR hat in Koblenz kürzlich auch weitere Projekte realisiert, darunter KunstRaumKultur (2025) im Forum Mittelrhein und die Jahresausstellung 2025 entlang der Koblenzer Kunstmeile.
Die Zusammenarbeit zwischen kulturellen und religiösen Persönlichkeiten markierte einen besonderen Moment für die Koblenzer Kunstszene. Gröbls Installation und die BVR-Ausstellung werden in den kommenden Monaten weiterhin Besucher anziehen, wobei die Schau bis Anfang 2026 zu sehen sein wird.






