16 March 2026, 10:38

Kölner Dom plant Eintrittsgeld – und löst damit eine Debatte aus

Der Eingang des Kölner Doms in Köln, Deutschland, mit detaillierten Schnitzereien, Skulpturen und einer großen Tür.

Ehemaliger Dom-Architekt kritisiert geplante Eintrittsgebühr für den Kölner Dom - Kölner Dom plant Eintrittsgeld – und löst damit eine Debatte aus

Kölner Dom könnte bald Eintrittsgeld verlangen

Der Kölner Dom, eine der berühmtesten katholischen Kirchen der Welt, könnte Besuchern bald eine Eintrittsgebühr berechnen. Die weltbekannte Sehenswürdigkeit, die jährlich rund sechs Millionen Menschen anzieht und die Reliquien der Heiligen Drei Könige beherbergt, steht vor einer kontroversen Neuerung. Die Pläne für die neue Gebühr stoßen auf Kritik – auch von einer ehemaligen Schlüsselfigur für den Erhalt des Doms.

Die für den Kölner Dom zuständigen Stellen planen, in der zweiten Jahreshälfte 2026 ein Eintrittsgeld einzuführen. Die genaue Höhe steht noch nicht fest, doch der Schritt markiert einen Einschnitt für das historische Bauwerk.

Barbara Schock-Werner, die ehemalige Dombaumeisterin, hat sich öffentlich gegen den Vorschlag ausgesprochen. Sie argumentiert, dass eine Gebühr Besucher abschrecken und den offenen Charakter des Gebäudes verändern könnte. Aus ihrer Sicht sollte der Dom ein "missionarisches Angebot der Kirche" bleiben – für alle frei zugänglich.

Die Gebühr soll voraussichtlich Mitte 2026 in Kraft treten. Falls umgesetzt, würde sie Millionen von jährlichen Besuchern betreffen, die den Dom bisher kostenlos betreten können. Die Reliquien und die architektonische Bedeutung ziehen weiterhin Scharen von Menschen an, doch die Änderung könnte das Erlebnis des Ortes nachhaltig prägen.

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