Kölner Karneval startet mit Rekordandrang und strahlendem Wetter
Alex TintzmannJecken-Comeback im 'Sunnesching' - Kölner Karneval startet mit Rekordandrang und strahlendem Wetter
Kölner Karnevalssaison startet mit Tausenden Jecken und strahlendem Sonnenschein
Am Dienstag, den 11. November 2023, fiel um punkt 11:11 Uhr der Startschuss für die Kölner Karnevalssaison. Tausende kostümierte Feiernde strömten bei strahlendem Sonnenschein auf die Straßen und läuteten damit eine der lebendigsten Traditionen Deutschlands ein. Die Behörden setzten ein großes Sicherheitsaufgebot ein, um die Menschenmassen zu steuern – bereits vor Mittag war das berühmte „Kwartier Latäng“ komplett gefüllt.
Gleichzeitig begann die neue Session auch in Düsseldorf, Köln und anderen Hochburgen des Rheinlands. In Düsseldorf hielt der Narr Hoppeditz wie jedes Jahr seine traditionelle spöttische Rede, in der er diesmal Friedrich Merz an dessen 70. Geburtstag auf die Schippe nahm. In Köln wiederum zogen die Feierlichkeiten so viele Besucher an, dass die Polizei den Zutritt zur Zülpicher Straße bereits um 11:35 Uhr vorübergehend einschränken musste.
Die Sicherheitsvorkehrungen waren umfangreich: Rund 1.000 Polizeibeamte, 450 kommunale Ordnungskräfte und 1.200 private Sicherheitsmitarbeiter waren im Einsatz. Die 480 Kölner Karnevalsvereine spielten eine zentrale Rolle bei der Organisation der Veranstaltungen, darunter der Sternmarsch und die Veedelszüge, die Gruppen aus allen Stadtteilen zusammenbringen. Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, betonte die Bedeutung des Festes als verbindendes Element in einer von gesellschaftlichen Spaltungen geprägten Zeit.
Warum der Karneval ausgerechnet am 11. November beginnt, bleibt rätselhaft – die Theorien reichen von der symbolischen Bedeutung der Zahl Elf bis hin zu Bezügen zum Martinstag. Die Tradition ist zudem tief verwurzelt mit ähnlichen Bräuchen in den südlichen Niederlanden, wo zeitgleich vergleichbare Feste stattfinden. Katharina Dröge, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kölner Rat, gab zu, dass es ihr nicht gelungen war, Robert Habeck für die Feierlichkeiten zu begeistern. Dennoch bleibt der Karneval eine prägende Integrationskraft in einer Stadt, in der fast 200 Nationalitäten zu Hause sind.
Die Session hat Köln erneut zum Leben erweckt – mit riesigen Menschenmengen, strengen Sicherheitsmaßnahmen und einem starken Gemeinschaftsgefühl. Als eines der wichtigsten kulturellen Ereignisse der Region bleibt der Karneval eine verbindende Tradition, die Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringt und die lokale Identität stärkt.