23 March 2026, 10:36

Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewalt und Cyberangriffe

Graphik zeigt die Homicide-Offending-Rates nach Alter des Täters und Waffengebrauch von 1976 bis 2004 mit begleitendem erklärendem Text.

Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewalt und Cyberangriffe

Die aktuellen Kriminalstatistiken für 2025 zeigen ein gemischtes Bild in der Region. Zwar ging die Gesamtzahl der Straftaten um 2 % auf 81.539 Fälle zurück, doch Bereiche wie Cyberkriminalität, Jugenddelinquenz und Gewaltverbrechen – insbesondere Messerangriffe – nahmen zu. Die Behörden verweisen sowohl auf Fortschritte als auch auf anhaltende Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit.

Die Kriminalität ist in den letzten zwei Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen. Seit 2005 verringerte sich die Zahl der angezeigten Straftaten um 23.000, mit Rückgängen bei Diebstahl, Drogendelikten und Sprengungen von Geldautomaten. Die Gesamtzahl von 81.539 Straftaten im Jahr 2025 entspricht einem Rückgang um 2 % im Vergleich zum Vorjahr und spiegle, so die Polizei, eine stabile und hochwertige Sicherheitslage wider.

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Gewaltkriminalität bleibt ein zentraler Schwerpunkt: 2025 wurden 14.568 Fälle registriert, davon fast 10.000 mit Körperverletzung. Messerangriffe stiegen spürbar an. Die Zahl der Fälle von häuslicher Gewalt blieb mit 4.893 konstant, darunter zwei mutmaßliche Tötungsdelikte, die bundesweit für Aufsehen sorgten. Polizei und Unterstützungsorganisationen haben ihre Zusammenarbeit ausgebaut und Aufklärungskampagnen intensiviert, um das Problem zu bekämpfen.

Die Cyberkriminalität in Osnabrück stieg zwischen 2021 und 2025 um etwa 25 % auf 560 Fälle – und liegt damit unter dem Landesdurchschnitt von 35 %. Als Gegenmaßnahmen richteten die Behörden eine spezielle Cybercrime-Einheit ein, schulten 200 Beamte und arbeiteten mit dem Bundeskriminalamt zusammen. Zudem wurde eine neue App zur Meldung digitaler Straftaten eingeführt.

Jugendkriminalität stellte eine weitere Herausforderung dar: 5.868 Straftaten wurden von Kindern und Jugendlichen begangen. Eine wachsende Zahl der Täter war unter 14 Jahre alt, was die Polizei veranlasste, Präventionsprogramme zu verstärken. Die Maßnahmen umfassen nun aktualisierte Bildungsinitiativen, um junge Menschen sowohl vor Straftaten als auch vor Viktimisierung zu schützen.

Die Verbreitung pornografischer Inhalte über Messengerdienste und soziale Medien blieb mit 867 Fällen ein Problem. Gleichzeitig bleibt die Erforschung nicht angezeigter Straftaten – das sogenannte "Dunkelfeld" – landesweit eine Priorität, wobei weitere Ergebnisse im Herbst erwartet werden.

Der Bericht für 2025 zeigt sowohl Verbesserungen als auch anhaltende Herausforderungen. Zwar sinken die Kriminalitätsraten in vielen Bereichen, doch der Anstieg bei Cyberkriminalität, Jugenddelinquenz und Gewaltverbrechen erfordert gezielte Gegenmaßnahmen. Mit speziellen Ermittlungseinheiten, Aufklärungskampagnen und anderen Polizeimaßnahmen sollen diese Probleme im kommenden Jahr angegangen werden.

Quelle