08 May 2026, 14:35

Krisenbonus scheitert am Widerstand der Länder – was jetzt?

Alte deutsche 100-Pfennig-Banknote mit Porträt eines Mannes auf schwarzem Hintergrund.

Krisenbonus scheitert am Widerstand der Länder – was jetzt?

Krisenbonus der Bundesregierung stößt auf massive Ablehnung der Länder

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der von der Bundesregierung vorgeschlagene Krisenbonus trifft auf starken Widerstand der meisten Bundesländer. Die Maßnahme, die Bürgern in finanziellen Engpässen helfen soll, würde es Arbeitgebern ermöglichen, bis Mitte 2027 eine steuerfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro zu zahlen. Kritiker halten den Plan jedoch für ungerecht und schlecht konzipiert.

Die rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene hatte den Krisenbonus eingeführt, um Menschen zu entlasten, die unter den steigenden Kosten durch den Krieg im Iran leiden. Unternehmen könnten ihren Beschäftigten demnach steuer- und abgabenfreie Zahlungen gewähren. Doch viele Länder lehnen den Vorschlag ab – mit der Begründung, dass nur eine kleine Gruppe von Arbeitnehmern davon profitieren würde.

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel warnte, der Bonus führe zu Mindereinnahmen von 2,8 Milliarden Euro. Davon entfielen zwei Drittel auf die Haushalte der Länder, während die Kommunen rund 700 Millionen Euro verlieren würden. Die Bundesregierung lehnte es zudem ab, die Gemeinden für ihre finanziellen Ausfälle zu entschädigen.

Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, bezeichnete die Prämie als ungerecht, da sie zu viele Beschäftigte ausschließe. Stattdessen forderte sie die Bundesregierung auf, die geplanten Steuerreformen zu beschleunigen, um gezielt Gering- und Mittelverdiener zu entlasten. Die Länder waren in die Planung zunächst nicht einbezogen worden – obwohl sie einen Großteil der Kosten tragen sollen.

Da sich die meisten Bundesländer gegen die Regelung aussprechen, könnte die Bundesregierung nun den Vermittlungsausschuss anrufen, um einen Kompromiss zu finden.

Krisenbonus bleibt nach breiter Ablehnung in der Schwebe Nach der weitgehenden Ablehnung durch die Länder steht der Krisenbonus weiter auf der Kippe. Sollte keine Einigung erzielt werden, müsste die Regierung ihre Strategie zur finanziellen Entlastung überdenken. Der Fokus könnte sich dann von gezielten Prämien hin zu umfassenderen Steuerreformen verlagern.

Quelle