24 March 2026, 10:33

Kult-Imbiss Ergün's Fish Bude in Berlin muss nach 30 Jahren schließen

Ein abgenutztes Buch mit einer aufgeschlagenen Seite, die eine detaillierte historische Karte von Berlin zeigt, begleitet von Text, der die Merkmale der Karte beschreibt.

Kult-Imbiss Ergün's Fish Bude in Berlin muss nach 30 Jahren schließen

Ein beliebter Berliner Fischimbiss steht nach drei Jahrzehnten vor dem Aus. Ergün's Fish Bude, eine Institution der Berliner Gastronomie, muss schließen, nachdem die Deutsche Bahn den Mietvertrag nicht verlängert hat. Das Ende des Kultbetriebs markiert das Aus einer Ära – gegründet von einem ehemaligen Gastarbeiter und seit Generationen von Anwohnern geliebt.

Die Geschichte des Restaurants begann vor 30 Jahren, als Gründer Ergün Amca, selbst einst Gastarbeiter, seine Leidenschaft für Meeresfrüchte in ein Berliner Original verwandelte. Ursprünglich in Moabit ansässig, zog der Imbiss Anfang dieses Jahres nach Britz um, nachdem die Deutsche Bahn erstmals ankündigte, den Mietvertrag nicht zu verlängern. Doch nun zwingt die endgültige Entscheidung des Vermieters zur vollständigen Schließung.

Offiziell wurde keine Begründung für die Vertragsauflösung genannt, doch Berichten zufolge könnten Brandschutzbedenken eine Rolle gespielt haben. Mine Centinbas, Amcas Tochter und Geschäftsführerin des Restaurants, hat zwar noch kein konkretes Schließungsdatum festgesetzt, gibt die Hoffnung auf eine Fortführung aber nicht auf. Sie prüft derzeit Optionen für einen Neuanfang an einem anderen Standort, falls sich passende Räumlichkeiten finden lassen.

Mittlerweile läuft eine Spendenaktion, um die Suche nach neuen Geschäftsräumen zu unterstützen. Die gesammelten Mittel sollen helfen, einen zukünftigen Standort zu sichern – und so das Erbe der Familie sowie ein Stück Berliner Esskultur vor dem Verschwinden zu bewahren.

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Die Schließung von Ergün's Fish Bude bedeutet mehr als nur den Verlust eines Restaurants: Sie löscht ein Stück Geschichte, das mit Migration, harter Arbeit und Gemeinschaft verbunden ist. Nun bleibt abzuwarten, ob die Kampagne den Betrieb in neuen Räumen wiederbeleben kann – zur Freude der Stammgäste und Unterstützer.

Quelle