LKA Niedersachsen gastiert internationale CEPOL-Delegation zur Terrorismusbekämpfung
Catrin KabusLKA Niedersachsen gastiert internationale CEPOL-Delegation zur Terrorismusbekämpfung
Zum ersten Mal empfängt das Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA-NI) eine Delegation des Europäischen Polizeikollegs (CEPOL) zu einer wichtigen Veranstaltung im Juni 2025. Sicherheitsexperten aus sechs Ländern kommen zusammen, um Strategien zur Terrorismusbekämpfung zu erörtern. Auf der Agenda stehen unter anderem Finanzermittlungen, digitale Forensik und die Bekämpfung von Hasskriminalität im Internet.
Der Besuch markiert einen wichtigen Meilenstein für die internationale Polizeizusammenarbeit. CEPOL, die EU-Ausbildungsagentur für Strafverfolgungsbehörden, wurde 2001 gegründet und hat ihren Sitz in Budapest. Ihre Aufgabe besteht darin, die grenzüberschreitende Kooperation zu verbessern und die Polizeiarbeit im Kampf gegen transnationale Kriminalität und Terrorismus zu stärken.
An den Veranstaltungen nehmen Vertreter aus dem Libanon, Marokko, Libyen, Algerien, Jordanien und Deutschland teil. Daneben sind auch Europol sowie nordafrikanische Staaten wie Tunesien und Marokko aktiv in die Diskussionen eingebunden. Die Veranstaltung unterstreicht die Expertise Niedersachsens in der Terrorismusabwehr und fördert gleichzeitig die europäischen Sicherheitsbeziehungen.
LKA-Präsident Thorsten Massinger und der Präsident der Polizei Niedersachsen, Axel Brockmann, begrüßten die Delegation offiziell. Das Programm umfasst Fachvorträge und praxisorientierte Veranstaltungen, die sich auf die Prävention und Bekämpfung terroristischer Bedrohungen konzentrieren. Zudem hat das LKA-NI eine seiner Fachkräfte an CEPOL abgestellt, um Wissen zu vermitteln und zur Erhöhung internationaler Sicherheitsstandards beizutragen.
Ziel der Veranstaltung ist es, die Zusammenarbeit zwischen europäischen und nordafrikanischen Polizeikräften zu intensivieren. Durch den Austausch bewährter Methoden hoffen die Teilnehmer, die Terrorismusbekämpfung grenzüberschreitend zu verbessern. Die Ergebnisse könnten künftige Ausbildungsprogramme und gemeinsame Einsätze im Kampf gegen transnationale Bedrohungen prägen.